Photovoltaik fürs E-Auto
E-Auto mit Solarstrom laden
Mit Ihrer eigenen PV-Anlage lässt sich erzeugter Solarstrom direkt für das Laden des Elektrofahrzeugs nutzen. Wie das Laden mit Photovoltaik funktioniert und was Sie dafür benötigen, erfahren Sie in diesem Überblick.
Vorteile E-Mobility
- Sauber: geringe Emissionen von Treibhausgasen und Luftschadstoffen
- Leise: Lärmbelastung wird reduziert
- Bequem: Laden zuhause oder unterwegs
- Dynamisch: hoher Fahrkomfort durch kupplungsfreies Fahren
- Günstig: geringe Betriebskosten
Die Funktionsweise von Elektroautos
Elektrofahrzeuge stoßen beim Fahren über den Auspuff keine CO₂-Emissionen aus, da der Elektromotor ohne die Verbrennung fossiler Kraftstoffe auskommt. Doch wie genau arbeiten Elektromotor, Batterie und Ladeanschluss zusammen? Und worin unterscheiden sie sich vom klassischen Verbrennungsmotor? Antworten darauf finden Sie in unserem Beitrag Wie funktioniert ein Elektroauto?
Herausforderungen beim Laden im öffentlichen Raum
Beim Laden von Elektrofahrzeugen an öffentlichen Ladepunkten sind Verbraucher*innen häufig mit schwankenden Strompreisen und regional unterschiedlicher Verfügbarkeit von Ladeinfrastruktur konfrontiert.
Ausgleich durch die eigene Ladeinfrastruktur
Durch die Einbindung einer eigenen Wallbox in das bestehende Gesamtsystem aus Photovoltaikanlage und Stromspeicher lässt sich das Elektrofahrzeug direkt am eigenen Stellplatz laden. Das Energiemanagementsystem priorisiert dabei den selbst erzeugten Solarstrom – entweder direkt vom Dach oder abgepuffert aus dem Speicher. Dies erhöht den Eigenverbrauch der bestehenden Anlage und verringert die Abhängigkeit von öffentlicher Ladeinfrastruktur sowie von variablen Netzpreisen.
Welche Lademöglichkeiten gibt es für Elektroautos?
Sie können Ihr Elektrofahrzeug unterwegs an einer öffentlichen Ladestation oder zuhause an Ihrer Wallbox laden – das ist schon mal ein Vorteil gegenüber dem Verbrenner, mit dem Sie in jedem Fall zur Tankstelle fahren müssen. Sowohl fürs Laden an der Ladesäule als auch für das Laden zuhause müssen allerdings bestimmte Voraussetzungen erfüllt sein.
Laden an öffentlichen Ladestationen
In Deutschland existiert mittlerweile ein sehr dicht ausgebautes Netz aus Normal- und Schnellladepunkten. Die meisten dieser Ladesäulen befinden sich auf öffentlichen Parkplätzen, bei Supermärkten, an öffentlichen Gebäuden oder an Tankstellen.
In der Praxis ist das öffentliche Laden manchmal schwierig, weil die Ladestationen von unterschiedlichen Anbietern betrieben werden, die eigene Apps und Stromtarife nutzen. Zudem ist gerade abends nicht immer eine freie Ladesäule in der Nähe verfügbar.
Mehr Informationen finden Sie hier: Ladestationen für Elektroautos
Lademöglichkeiten zuhause
Für das Aufladen im privaten Bereich lässt sich eine Wallbox an einer Garage oder Außenwand installieren. Das Fahrzeug wird damit direkt am Wohnort über den bestehenden Haushaltsstromtarif oder mithilfe einer Photovoltaikanlage geladen. Der Weg zu öffentlichen Ladestationen sowie Wartezeiten an externen Ladepunkten entfallen dadurch im Alltag.
Kann man das E-Auto über die Haushaltssteckdose laden?
Auch wenn man immer wieder hört, dass E-Autos theoretisch auch über eine normale Steckdose geladen werden können, ist das keine Option. Zum einen liefert eine Haushaltssteckdose maximal 2,3 kW Ladeleistung – im Vergleich zu 11 kW bzw. 22 kW bei der Wallbox. Zum anderen besteht durch die hohe Ladelast beim Laden an der Steckdose eine erhebliche Brandgefahr. Nicht zuletzt verfügen die meisten E-Autos über einen Typ-2-Ladestecker, der mit der Haushaltssteckdose gar nicht kompatibel ist.
Welche Voraussetzungen benötige ich, um mein E-Auto mit Photovoltaik zu laden?
Das Laden von Elektrofahrzeugen über bestehende Photovoltaikanlagen mit integriertem Stromspeicher erfordert eine passend dimensionierte Ladeinfrastruktur. Für die Installation einer Wallbox wird ein geeigneter Montageort – beispielsweise in einer Garage, an einem Carport oder an einer Außenwand – sowie ein dreiphasiger Netzanschluss benötigt.
Bei bestehenden PV-Systemen lässt sich das Zusammenspiel aus Stromspeicher, Ladeinfrastruktur und Fahrzeug im laufenden Betrieb optimieren. Ergänzend gewinnen technische Konzepte wie das bidirektionale Laden an Bedeutung, bei denen der Fahrzeugspeicher als zusätzliche Kapazität zur Eigenbedarfsdeckung des Haushalts dient.
Betrieb und Optimierung von E-Mobilität mit bestehenden Photovoltaik-Systemen
Das Laden eines Elektrofahrzeugs über eine bestehende Photovoltaikanlage mit integriertem Stromspeicher erfordert eine technische Abstimmung der Ladeinfrastruktur auf das vorhandene Gesamtsystem. Für die Installation einer Wallbox wird ein geeigneter Montageort – beispielsweise in einer Garage, an einem Carport oder an einer Außenwand – sowie ein dreiphasiger Netzanschluss benötigt.
Ertragsabgleich und Systemauslastung
Für die Nutzung von Solarstrom beim Laden von Elektrofahrzeugen ist das Verhältnis zwischen dem Ertrag der Bestandsanlage, dem Haushaltsverbrauch und dem Zusatzbedarf des Fahrzeugs maßgeblich.
Bei einer jährlichen Fahrleistung von beispielsweise 25.000 Kilometern und einem Durchschnittsverbrauch von 20 kWh pro 100 Kilometer entsteht ein jährlicher Energiebedarf von rund 5.000 kWh für das Fahrzeug. Ob dieser Zusatzbedarf durch die vorhandene PV-Anlage abgedeckt werden kann, hängt von der installierten Leistung (kWp) und dem bisherigen Eigenverbrauch ab.
Optimierung des laufenden Betriebs
Bei bestehenden Systemen liegt der Schwerpunkt auf der effizienten Abstimmung der vorhandenen Komponenten, um den Eigenverbrauch des erzeugten Solarstroms zu maximieren. Folgende technische Ansätze kommen hierbei zum Einsatz:
- Dynamisches Überschussladen: Automatische Steuerung der Wallbox zur Ausrichtung des Ladevorgangs an der aktuell verfügbaren PV-Erzeugungsleistung.
- Angepasste Speicherlogik: Abstimmung der Entladeprioritäten des Stromspeichers zwischen Haushaltsversorgung und Fahrzeugladung.
- Bidirektionales Laden: Einbindung der Fahrzeugbatterie als zusätzliche Speicherkapazität zur zeitweisen Rückeinspeisung in das Hausnetz, sofern die technischen Voraussetzungen
Welche Ladekabel gibt es zum Laden von E-Autos?
Es gibt zwei Typen von Ladekabeln: Mode 2 und Mode 3. Die Mode 2-Kabel werden oft als Standard mit dem Auto geliefert, um das Elektroauto zur Not auch an einer Haushaltssteckdose aufladen zu können. Für das Laden an einer Wallbox benötigen Sie ein Mode 3-Kabel.
Welche Steckertypen für E-Autos gibt es?
Zum Laden eines Elektroautos gibt es unterschiedliche Steckertypen. In Deutschland und Europa hat sich der Typ 2-Stecker als Standard durchgesetzt, der auch auf der Seite der Wallbox genutzt wird. Mit diesem Stecker laden Sie auch an der SENEC.Wallbox. Ein erweiterter Typ 2-Stecker ist der CCS-Stecker, der eine Schnellladefunktion hat und AC- und DC-Laden unterstützt. Es gibt auch andere Steckertypen, die aber vor allem in Asien verbreitet sind.
Unterwegs im EnBW HyperNetz
Unsere Muttergesellschaft, die EnBW Energie Baden-Württemberg, treibt die Elektromobilität engagiert voran. Die EnBW betreibt unter anderem das größte Schnellladenetz in Deutschland. SENEC-Kundinnen und -Kunden können mit der EnBW mobility+ App alle Ladesäulen der EnBW zu günstigen Tarifen nutzen.
Stromverbrauch und Stromkosten pro 100 km für Elektroautos
Dass E-Autos günstiger fahren als Verbrenner, steht fest. Wie viel Sie pro 100 km genau zahlen, hängt allerdings von einer Vielzahl verschiedener Faktoren ab:
- Fahrzeugtyp und Fahrzeuggröße
- Persönlicher Fahrstil
- Laden an der Ladesäule, an der Wallbox oder an der Wallbox mit PV-Strom
- Normal- oder Schnelllademodus
Geht man von einer Ladekapazität von 70 kWh aus, kostet das Vollladen an der öffentlichen Ladestation aktuell ab 35 Euro, im Schnelllademodus zahlen Sie ab 40 Euro. Laden Sie das Fahrzeug zuhause mit Strom aus dem öffentlichen Netz, liegen Sie aktuell bei etwa 30 Euro.