Installateur baut eine große Photovoltaikanlage auf ein Dach bei blauem Himmel.
Sascha Beverungen

Sascha Beverungen

Director Product Management

Photovoltaik-Komplettanlage 10 kWp mit Speicher: Kosten, Förderung und wichtige Infos

Die Nachfrage nach Photovoltaikanlagen ist ungebrochen – immer mehr Menschen möchten unabhängig und nachhaltig Strom auf dem eigenen Dach erzeugen. Lange Zeit ging es dabei vor allem darum, den Haushalt mit Strom zu versorgen. Im Zuge der Energiewende wird unser Stromverbrauch aber eher steigen als sinken – etwa durch den Wechsel zum E-Auto oder durch den Einbau einer Wärmepumpenheizung

Ein höherer Strombedarf heißt, dass auch PV-Anlagen tendenziell größer werden: So gilt eine 10-kWp-Photovoltaikanlage mit Speicher schon heute für viele Einfamilienhäuser als sinnvoll.

Wir erklären in diesem Beitrag, für wen Photovoltaik-Komplettanlagen mit 10 kWp und Speicher die richtige Lösung sind, welche Leistung sie bringen und mit welchen Kosten Sie rechnen sollten.
 

Was kostet eine 10-kWp-Photovoltaik-Komplettanlage mit Speicher?

Auch wenn man im derzeitigen Markt unmöglich verlässliche pauschale Preise geben kann: Grob überschlagen, müssen Sie für eine 10-kWp-Photovoltaik-Komplettanlage mit Stromspeicher mit Kosten ab 25.000 Euro rechnen. Wie viel Sie genau in Ihre Anlage investieren müssen, hängt nicht nur vom Anlagentyp und vom gewählten Hersteller ab, sondern auch vom Zeitpunkt des Kaufs und der Installation.
 

Die Kosten für eine PV-Anlage mit Speicher und 10 kWp Leistung:

Die Anlagenkomponenten und Positionen Kosten je kWp Gesamtkosten für 10 kWp Leistung
Photovoltaikmodule ab 450 € ab 4.500 €
Wechselrichter ab 180 € ab 1.800 €
Verkabelung und Unterkonstruktion ab 320 € ab 3.200 €
Installation der Anlage (Solateur) ab 300 € ab 3.000 €
Anschlüsse und Konfiguration (Elektriker) ab 150 € ab 1.500 €
10 kWp Speicher ab 1.000 € ab 10.000 €
Netto gesamt in Summe:  ab 2.400 € ab 24.000 €

Bitte bedenken Sie, dass diese Zahlen nur als grober Richtwert dienen. Damit Ihre PV-Anlage wirtschaftlich arbeitet, sollte sie unbedingt von Anfang an professionell berechnet und geplant werden. Am besten lassen Sie sich dafür persönlich von einem Fachbetrieb beraten.

Gut zu wissen: Seit dem 01. Januar 2023 sparen Sie die Mehrwertsteuer auf die Kosten für Kauf und Installation Ihrer PV-Anlage. Alle Details zu den Steuererleichterungen für Kauf und Betrieb Ihrer Solaranlage erfahren Sie in unserem Beitrag Photovoltaik steuerfrei
 

Für wen eignet sich eine 10-kWp-Photovoltaik-Komplettanlage mit Speicher?

Grundsätzlich ist eine Photovoltaikanlage mit Speicher das Richtige für alle Hausbesitzer*innen, die sich unabhängiger und nachhaltiger mit Energie versorgen möchten. Gemessen am durchschnittlichen Stromverbrauch eines Einfamilienhauses (4.500 kWh pro Jahr), ist eine Komplettanlage mit 10 kWp Leistung relativ groß. Daher sind 10-kWp-Anlagen vor allem für Eigenheimbesitzer*innen mit einem erhöhten Stromverbrauch sinnvoll – etwa, weil viele Personen im Haushalt leben oder weil zusätzlich eine Wallbox oder eine Wärmepumpe mit der Solaranlage verbunden werden soll.

Damit die Leistung der Photovoltaikanlage gezielt je nach Bedarf an die unterschiedlichen Verbraucher wie Haushalt, Wallbox und Wärmepumpe verteilt werden kann, ist ein Stromspeicher mit Energiemanagementsystem unverzichtbar: Er speichert zum einen den überschüssigen Solarstrom, sodass er auch abends und in der Nacht zur Verfügung steht. Zum anderen ermöglicht Ihnen das Energiemanagementsystem, die einzelnen Verbraucher bedarfsorientiert anzusteuern und Ihren Solarstrom möglichst effizient zu nutzen.
 

Die Grafik zeigt ein HEMS als zentrales System zur Steuerung von PV-Anlage, Stromspeicher, Smart-Home, Wärmepumpe, E-Mobilität und weiteren Bereichen.

Wie viel Leistung hat eine 10-kWp-Photovoltaik-Komplettanlage mit Speicher?

Für Photovoltaik-Dachanlagen in Deutschland gilt die Faustformel: 1 kWp Nennleistung erzeugt etwa 1.000 kWh im Jahr. Bei einer 10-kWp-Photovoltaikanlage kann man also grob gerechnet mit einer jährlichen Photovoltaikleistung von 10.000 kWh ausgehen.

Wie viel Strom eine installierte 10-kWp-Anlage im Jahr tatsächlich erzeugt, hängt aber nicht nur von der Peak-Leistung der Anlage, sondern von vielen weiteren Faktoren ab. Dazu zählen: 

  • Standort und Region (etwa in Nord- oder Süddeutschland)
  • Dachneigung und -ausrichtung
  • etwaige Verschattungen durch Bäume und Nachbargebäude
  • Alter und Qualität der Solarmodule
  • Anzahl der Sonnenstunden im jeweiligen Jahr 

Diese Variablen machen einen ausreichend dimensionierter Photovoltaik-Speicher umso wichtiger. Er speichert Überschüsse aus sonnenreichen Stunden für die spätere Nutzung, sodass Sie unterm Strich mehr Solarstrom aus Ihrer Anlage selbst nutzen können.
 

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Welche Förderungen gibt es für Solaranlagen mit Speicher?

Die Zeiten, in denen Photovoltaikanlagen mit Speicher von den Ländern gefördert wurden, sind leider vorbei: Aufgrund der hohen Nachfrage gibt es nur noch vereinzelte Förderprogramme der Gemeinden und Kommunen. Unterstützung bei der Finanzierung Ihrer PV-Anlage gibt es aber dennoch: Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) vergibt günstige Förderkredite für Solaranlagen und Speicher. Auch von der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) gibt es Zuschüsse.

Grundsätzlich gilt: Wer eine Förderung in Anspruch nehmen möchte, sollte schnell sein – die kleineren regionalen Programme sind oft sehr schnell ausgeschöpft. Einen aktuellen Überblick erhalten Sie auf unser Seite Photovoltaik Förderung
 

Gibt es die Möglichkeit, auf über 10 kWp aufzustocken?

Ganz gleich, ob Sie Ihre bestehende 10-kWp-Anlage erweitern möchten oder ob Sie eine kleinere Anlage haben, die auf 10 kWp Leistung aufgestockt werden soll: Solange die benötigte Dachfläche zur Verfügung steht, lässt sich nahezu jede Solaranlage vergrößern.

Häufig ist eine Erweiterung allerdings deutlich teuer, als wenn man von Anfang an mehr Anlagenleistung installiert. Zum einen liegt das daran, dass mit höherer Leistung häufig einzelne Komponenten Ihrer Anlage ausgetauscht werden müssen, etwa der Wechselrichter oder der Stromspeicher. Zudem zahlen Sie bei der Erweiterung Ihrer Solaranlage den Arbeitsaufwand für Montage, Installation und Anschluss ein zweites Mal. Auch ist die nachträgliche Erweiterung Ihrer Anlage aufgrund der Förderbestimmungen des Erneuerbare-Energie-Gesetz (EEG) nur in einer bestimmten Zeit nach der Erstinbetriebnahme möglich.

Übrigens lassen sich einige Stromspeicher bereits in der Leistung erweitern. Der SENEC.Home 4 beispielsweise kann an eine gesteigerte PV-Anlagenleistung angepasst werden. 
 

SENEC.Home 4 mit SENEC Fachpartner

Planung, Installation und Wartung einer 10-kWp-Photovoltaik-Komplettanlage mit Speicher

Wenn Sie sich einmal für eine eigene Photovoltaikanlage entschieden haben, soll es natürlich am liebsten so schnell wie möglich gehen. Dennoch: Es lohnt sich, alle Schritte von der Planung bis zur Inbetriebnahme in Ruhe und mit professioneller Unterstützung durchzugehen. So haben Sie am Ende mehr von Ihrer 10-kWp-Photovoltaik-Komplettanlage.

Der typische Ablauf bei der Planung einer Photovoltaik-Komplettanlage ist: 

  1. Bedarfsermittlung: aktueller jährlicher Strombedarf, eventuelle künftige Bedarfe, etwa durch Mobilität und Wärme
     
  2. Prüfung der baulichen Voraussetzungen: vorhandene Dachfläche, Ausrichtung, Neigung und Tragfähigkeit des Daches
     
  3. Prüfung gesetzlicher Auflagen, etwa beim Bauamt und bei der Bundesnetzagentur
     
  4. Wirtschaftlichkeitsberechnung und Planung der Anlage mit allen Komponenten
     
  5. Klärung der Finanzierung und eventueller Fördermöglichkeiten
     
  6. Installation der Solaranlage durch Fachbetrieb
     
  7. Anmeldung der Anlage beim Netzbetreiber, bei der Bundesnetzagentur und beim Finanzamt

 

Das SENEC Solarexposé gibt Ihnen einen guten ersten Eindruck davon, welche Photovoltaikanlage zu Ihren Anforderungen und zu Ihrer Immobilie passt. Über unser Kontaktformular können Sie mit wenigen Klicks Ihr persönliches Solarexposé anfordern und sich im Anschluss persönlich von unseren Expert*innen beraten lassen. 
 

Müssen PV-Komplettanlagen und Speicher gewartet werden?

Der Gesetzgeber gibt keine Wartungspflicht für ordnungsgemäß installierte private Photovoltaik-Komplettanlagen mit Speicher vor. Im Sinne einer langen Lebensdauer empfiehlt sich jedoch eine jährliche Sichtungsprüfung sowie etwa alle drei bis vier Jahre eine professionelle Anlagenwartung.  

Um eine optimierte Sicherheit und Speicherfunktion zu gewährleisten, sind alle SENEC Speicher serienmäßig mit der Monitoring-Software SENEC.SmartGuard ausgestattet. Diese überwacht kontinuierlich im Hintergrund die Speicherfunktion und identifiziert selbst kleinste Unregelmäßigkeiten, sodass das SENEC-Team Ihren Speicher per Fernzugriff warten kann. 
 

Ausblick: Reicht eine 10-kWp-Photovoltaik-Komplettanlage mit Speicher in Zukunft aus?

Anhand Ihrer Jahresstromabrechnung sehen Sie auf einen Blick, wie hoch Ihr derzeitiger Strombedarf ist. In Zukunft könnte sich dieser allerdings deutlich steigern, etwa, weil Sie einen elektrischen PV-Heizstab für die Warmwasserbereitung nutzen, weil Sie Ihr E-Auto zuhause laden oder weil Sie Ihre Gasheizung durch eine Wärmepumpenheizung ersetzen. 

Wenn Sie heute eine Solaranlage planen, empfiehlt es sich daher, in die Zukunft zu blicken und vorausschauend lieber ein paar kW mehr Leistung zu installieren. So decken Sie nicht nur Ihren zukünftigen Strombedarf ab: Auch jetzt schon erzielen Sie mit einer größeren Anlage im Winterhalbjahr höhere Erträge und können sich das ganze Jahr über unabhängiger mit Strom versorgen.
 

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Jede PV-Anlage sollte individuell berechnet werden. Wir helfen Ihnen dabei. 

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