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Sascha Beverungen

Sascha Beverungen

Director Product Management

PV-Speicher nachrüsten: Worauf muss ich achten?

Heute sind Photovoltaikanlagen die erste Wahl, wenn es um eine nachhaltige und zukunftsfähige Energieversorgung des Eigenheims geht. Bei neu installierten Anlagen ist es längst Standard, sie mit einem Stromspeicher zu kombinieren. So können Sie noch mehr Solarenergie selbst nutzen. 

Aber wie sieht es bei bestehenden Anlagen aus? Lohnt es sich, einen Batteriespeicher nachzurüsten, wenn die Solaranlagen schon zehn Jahre oder noch älter ist?

Wir schauen uns in diesem Beitrag an, welche Gründe es für das Nachrüsten mit einem Photovoltaikspeicher gibt, worauf Sie beim Nachrüsten achten sollten und mit welchen Kosten Sie etwa rechnen müssen.

Über das klickbare Inhaltsverzeichnis gelangen Sie schnell und direkt zu den Kapiteln, die für Sie interessant sind. 

Warum ist das Nachrüsten eines Stromspeichers sinnvoll?

Noch vor einigen Jahren war es relativ normal, eine Solaranlage ohne Batteriespeicher zu installieren. Der Solarstrom, den man nicht unmittelbar selbst verbrauchte, wurde ins öffentliche Netz eingespeist und vom Netzbetreiber vergütet. Mittlerweile ist die sogenannte Einspeisevergütung so weit gesunken, dass Betreiber*innen neuer Anlagen mit dem Einspeisen nichts mehr verdienen. 

Das Diagramm zeigt die Einspeisungsvergütung im Zeitraum 2000 bis 2023.

Eine Photovoltaikanlage lohnt sich also nur, wenn man möglichst viel vom erzeugten Solarstrom selbst verbraucht. Dabei hilft ein SENEC Speicher: Der erzeugte Solarstrom wird in großen Batteriemodulen gespeichert und kann abends oder an Schlechtwettertagen genutzt werden. So steigt der Eigenverbrauchsanteil – und die Kosten für Strom aus dem öffentlichen Netz sinken.

Auch mit Blick auf eine möglichst unabhängige Energieversorgung entscheiden sich viele Eigenheimbesitzer*innen, ihre PV-Anlage mit einem Speicher nachzurüsten. Wer mehr Solarstrom selbst nutzt, lebt nicht nur nachhaltiger, sondern steht auch Preisschwankungen und Unsicherheiten in der Versorgungslage etwas entspannter gegenüber.
 

Die Grafik zeigt ein autarkes Haus mit Solaranlage, Stromspeicher, Wallbox und Heizsystem.

Aspekt 1: Nachrüstung aus wirtschaftlicher Sicht 

Wenn Sie einen Stromspeicher nachrüsten möchten, um langfristig Geld zu sparen, ist das Alter Ihrer PV-Anlage entscheidend. Für jede installierte Anlage wird 20 Jahre lang eine feste Einspeisevergütung ausgezahlt. Auch wenn sich die Höhe der Einspeisevergütung im Laufe der Zeit ändert, gilt das nur für neu installierte Anlagen – die Betreiber*innen bestehender Anlagen erhalten weiterhin den ursprünglichen Satz. 

Infobox

Wegfall der Einspeisevergütung – nachrüsten oder neu installieren?

Die Einspeisevergütung wird nur für die Dauer von 20 Jahren ausgezahlt. Fällt sie weg, lohnt sich theoretisch das Nachrüsten mit einem PV-Speicher, um mehr Solarstrom selbst zu nutzen.

In der Praxis sollten Sie aber immer einen Fachbetrieb konsultieren: Bei einer durchschnittlichen Lebensdauer von 25-30 Jahren kann es teilweise sinnvoller sein, eine neue, moderne PV-Anlage mit Speicher zu installieren, anstatt die alte PV-Anlage nachzurüsten. 
 

Aspekt 2: Nachrüstung mit Blick auf Autarkie und Nachhaltigkeit 

Nicht immer ist der finanzielle Aspekt ausschlaggebend beim Nachrüsten eines Stromspeichers. So entscheiden sich immer mehr Hausbesitzer*innen bewusst für eine möglichst nachhaltige Energieversorgung ohne fossile Brennstoffe.

Wer einen Stromspeicher hat, kann mehr umweltfreundlichen Solarenergie im eigenen Haushalt nutzen – und reduziert den Strombedarf aus dem öffentlichen Netz, der möglicherweise nicht aus nachhaltigen Quellen stammt. 

Auch die Idee einer möglichst unabhängigen Energieversorgung ist interessant für Eigenheimbesitzer*innen. Fakt ist, dass fossile Brennstoffe knapper werden und dass wir dringend Alternativen zu Gas, Öl und Kohle nutzen müssen. Mit einem Stromspeicher wächst die Unabhängigkeit von Preisschwankungen und möglichen Versorgungsengpässen. 
 

Welche Stromspeicher-Größe ist für mich ideal?

Wie groß der Stromspeicher sein muss, hängt zum einen von der Größe Ihrer PV-Anlage und zum anderen von Ihrem eigenen Strombedarf ab. Um die passende Speichergröße zu berechnen, sollten Sie sich Unterstützung von einem Fachbetrieb holen.

Die folgenden Fragen dienen als grobe Orientierung bei der Entscheidung für einen Speicher. Wichtig: Eine auf Ihre persönlichen Bedürfnisse angepasste Kostenkalkulation kann nicht pauschal aufgestellt werden, sondern muss kundenspezifisch berechnet werden. 

Frage 1: Wie groß ist meine PV-Anlage?

Wenn Sie nur wenig Dachfläche und eine entsprechend kleine PV-Anlage haben, macht ein großer Speicher keinen Sinn, da Sie ihn vermutlich nur an wenigen Tagen im Jahr komplett vollladen können.

Umgekehrt ist bei sehr großen Anlagen ein kleiner Speicher nicht wirtschaftlich, da immer noch sehr viel vom Stromüberschuss ins öffentliche Netz eingespeist wird, ohne dass Sie finanziell davon profitieren.

Frage 2: Wie nutze ich meinen Solarstrom?

Nicht nur Ihre Haushaltsgeräte und die Beleuchtung können mit Solarstrom versorgt werden. Moderne Rundum-Energiekonzepte ermöglichen es, zum Beispiel eine elektrische Wärmepumpe oder die Ladestation fürs E-Auto ebenfalls an die Solaranlage anzuschließen.

Auch die Warmwasserbereitung, die Poolpumpe oder die Heimsauna lässt sich mit PV-Strom versorgen. Je mehr Stromverbraucher Sie im Haushalt haben, desto größer sollte der Stromspeicher sein.

Frage 3: Möchte ich maximale Autarkie oder maximale Wirtschaftlichkeit?

Wenn es Ihnen auf eine möglichst unabhängige Stromversorgung mit Solarstrom ankommt, sollte der Stromspeicher eine möglichst große Kapazität haben. Geht es eher darum, den täglichen Eigenverbrauchsanteil zu optimieren, um die Stromkosten zu reduzieren, reicht oft ein kleinerer Speicher. 
 

Stromspeicher Home 4 von Senec.

Was kostet die Nachrüstung eines Photovoltaik-Speichers?

Die gute Nachricht vorweg: Die Batterie-Speichertechnologien haben sich aufgrund der hohen Nachfrage rasant weiterentwickelt. Daher sind Stromspeicher heute nicht nur günstiger, sondern auch deutlich effizienter und langlebiger als noch vor einigen Jahren.

Dennoch stellen der Speicher und die Installation eine Investition dar. Zumindest einen Teil dieser Kosten können Sie einsparen, wenn Sie eine Förderung für Ihren Speicher beantragen. Dazu weiter unten mehr. 

Folgende Kosten fallen beim Nachrüsten an: 

  • Anschaffungskosten für den Stromspeicher
  • Anschaffungskosten für einen neuen Zählerschrank (bei älteren Anlagen)
  • Anschaffungskosten für einen neuen Wechselrichter (bei älteren Anlagen)
  • Installationskosten
  • Betriebskosten (Wartung und Reparatur, in der Regel minimal)

 

Damit Sie sich einen noch besseren Überblick verschaffen können, was die Kosten angeht, haben wir im Folgenden zwei Beispielrechnungen für Sie erstellt. Die Preise sind dabei als Orientierungshilfe (Ab-Preise) gedacht.

Konkrete Preise hängen von vielen individuellen Faktoren ab und können in einem kostenlosen Beratungsgespräch persönlich entwickelt werden.    

Beispiel 1: Einfamilienhaus mit PV-Anlage von 2004 

  • Jährlicher Stromverbrauch: 5.000 kWh
  • Empfohlene Stromspeichergröße: 7 kWh
  • Anschaffung und Installation Stromspeicher: ab 7.000 €
  • Anschaffung und Installation Zählerschrank: ab 1.500 €
  • Anschaffung und Installation Wechselrichter: ab 800 €
  • Gesamtkosten: ab 9.300 €

 

Wichtig: Gerade bei älteren PV-Anlagen sollten Sie zusätzlich zu den Investitionskosten auch den Wegfall der Einspeisevergütung hinzuberechnen. Mit einem Stromspeicher steigt der Eigenverbrauchsanteil aus der PV-Anlage von ca. 30 % auf ca. 60 %. Die Zahlungen für eingespeisten Strom reduzieren sich dementsprechend übers Jahr. 

Während Sie bei der Speicher-Nachrüstung bei älteren PV-Anlagen häufig auch einen neuen Zählerschrank und einen neuen Wechselrichter mit einplanen müssen, ist dies bei etwas neueren PV-Anlagen ist nicht der Fall. Das folgende Rechenbeispiel illustriert dies und kommt dementsprechend zu einem günstigeren Gesamtpreis. 
 

Beispiel 2: Einfamilienhaus mit PV-Anlage von 2014 

  • Jährlicher Stromverbrauch: 5.000 kWh
  • Empfohlene Stromspeichergröße: 7 kWp
  • Anschaffung und Installation Stromspeicher: ab 7.000 €
  • Gesamtkosten: ab 7.000 €

 

Wichtig: Wenn Sie ganz genau wissen möchten, welche Kosten beim Nachrüsten eines Stromspeichers auf Sie zukommen, dann lassen Sie sich kostenfrei von uns beraten.  

 

Wie lange dauert es, bis sich ein Stromspeicher rechnet?

Für neu installierte Solaranlagen mit Speicher gilt: Die Investition lohnt sich dann, wenn die Einsparungen (bzw. die Einnahmen durch Einspeisevergütung) der Anlage innerhalb von 20 Jahren höher sind als die Investitionskosten. 

Wird ein Stromspeicher nachgerüstet, sollten Sie berechnen, ob die durch den gesteigerten Eigenverbrauch gesparten Stromkosten über dem Betrag liegen, den Sie im Jahr als Einspeisevergütung erhalten würden.

Sind die Einnahmen aus der Einspeisung höher als die Ersparnis bei den Stromkosten, lohnt sich ein Batteriespeicher in finanzieller Sicht noch nicht. 
 

Tecnico SENEC che consiglia la soluzione migliore di accumulo fotovoltaico

Gibt es Förderprogramme für Solarspeicher?

Der Ausbau erneuerbarer Energien wird gefördert – und auch für Stromspeicher gibt es bundesweit und in den einzelnen Bundesländern verschiedene Fördermöglichkeiten. So lassen sich die Investitionskosten für den Speicher etwas reduzieren.

Wichtig ist: Alle Anträge auf Förderung müssen gestellt und bewilligt werden, bevor der Speicher installiert ist.

Förderkredite der KfW

Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) bietet Hausbesitzer*innen mit dem Programm 270 einen kostengünstigen Bankkredit für die Installation von PV-Anlagen und Stromspeichern. 

Eine reine Förderung für Stromspeicher gibt es von der KfW nicht mehr. Sie können aber über das Programm KfW 261 einen Zuschuss zum Stromspeicher beantragen, wenn dieser im Zuge einer energetischen Sanierung Ihres Hauses installiert wird. 

Förderprogramme der Bundesländer

Viele Bundesländer haben eigene Förderprogramme aufgelegt, um den Ausbau der erneuerbaren Energien voranzutreiben. Die Bedingungen der Programme variieren, ebenso wie die Laufzeiten. Aktuell gibt es zum Beispiel Fördermöglichkeiten für Hausbesitzer*innen in Berlin und Bayern.

Aufgrund der hohen Nachfrage werden viele Förderprogramme vorzeitig beendet, wenn die Mittel ausgeschöpft sind. Es lohnt sich aber, die entsprechenden Informationsseiten der Länder im Blick zu behalten, da auch regelmäßig neue Programme aufgelegt werden. 

Detaillierte Informationen zu den Förderprogrammen der einzelnen Bundesländer finden Sie in unserem Blogbeitrag zu diesem Thema
 

Auf einem Tisch liegen vier Stapel Münzen. Die Stapel werden Stück für Stück größer. Hinter dem größten Stapel steht als Steigerung eine strahlende Glühbirne.

Wer hilft mir bei der Nachrüstung eines PV-Speichers?

Damit sich das Nachrüsten eines Stromspeichers langfristig lohnt, sollten Sie sich professionell beraten lassen. Größe und Alter Ihrer Solaranlage, Ihr Stromverbrauch aber auch Ihre Wünsche mit Blick auf Wirtschaftlichkeit und Autarkie sind entscheidend bei der Planung und Installation Ihres Stromspeichers.

SENEC bietet Ihnen nicht nur hochwertige Batteriespeicher, sondern auch ein deutschlandweites Netz von Fachpartnern, die Sie bei Ihnen vor Ort beraten und sich um Planung, Installation und Wartung Ihrer Anlage kümmern. 

Sie haben noch Fragen zur Nachrüstung oder möchten wissen, was ein Stromspeicher in Ihrem individuellen Fall kosten würde?

Vereinbaren Sie jetzt ein unverbindliches Erstgespräch – wir freuen uns auf Sie. 

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