Bild
Elektromobilität

E-Mobility: Warum werden Elektroautos beliebter?

FacebookTwitterLinkedinEmail

Langsam, aber sicher, sind Elektroautos auf unseren Straßen häufiger zu sehen. Leise surrend fahren sie vorbei, oder stehen zum Laden an einem der mittlerweile mehr als 27.000 öffentlichen Ladepunkte in den Städten oder an den Autobahnen. Dennoch sind Elektroautos noch Exoten auf unseren Straßen. Von den etwa 48 Millionen Pkw in Deutschland werden gerade einmal 140.000 ausschließlich elektrisch angetrieben. Diese Zahl wächst aber schnell: Einer aktuellen Studie der Boston Consulting Group zufolge werden bereits 2030 weltweit mehr Elektroautos verkauft als Verbrenner. VW-Chef Herbert Diess konstatierte folgerichtig Ende 2019: „E-Mobilität ist auf dem Vormarsch, unaufhaltsam.“ Elektroautos sind die Zukunft – aber auch die Vergangenheit. Denn bereits im Jahre 1888 baute ein Unternehmen aus Coburg das erste Elektroauto der Welt, den „Flocken Elektrowagen“. Bis etwa 1910 dominierten Elektroautos den Markt, dann wurden sie verdrängt, und der Elektroantrieb blieb lange Straßenbahnen und Eisenbahnen vorbehalten.

Bild
Junges Paar lädt Elektroauto im Parkhaus
Bild

Warum bekommt die Elektromobilität jetzt wieder Schub?

Es hat einen einfachen Grund, dass Elektroautos beliebter werden: Klimaschutz und Nachhaltigkeit haben in den vergangenen Jahren einen hohen Stellenwert bekommen. Da ist auch der Verkehrssektor in den Fokus geraten, der in Deutschland für etwas mehr als 20% der Treibhausgas-Emissionen verantwortlich ist, in der gesamten EU sind es sogar 30%. Den größten Anteil daran mit fast drei Viertel der CO2-Emissionen hat der Straßenverkehr. Für den Klimaschutz spielt der Verkehr also eine wesentliche Rolle, gleichzeitig hinkt dieser Sektor beim Erreichen der Klimaschutzziele hinterher. Nach Angaben des Umweltbundesamts sind die gesamten Kohlendioxid-Emissionen des Pkw-Verkehrs in Deutschland zwischen 1995 und 2018 um 3,7 % angestiegen, was vor allem auf die weiter wachsende Zahl an Autos auf unseren Straßen zurückzuführen ist.

Elektroautos sind besser für Klima und Umwelt

Angesichts der Bedeutung des Autos ist es für einen wirksamen Klimaschutz unabdingbar, dass die Emissionen der Pkw-Flotte deutlich zurückgehen. Dabei steht die Elektromobilität im Mittelpunkt. Dass ein Elektroauto über den gesamten Lebenszyklus deutlich weniger CO2 ausstößt als ein Verbrenner, ist durch viele Studien hinreichend belegt. Dabei wird nicht nur der Betrieb in die Rechnung einbezogen, sondern auch die Herstellung. Eine neue Studie zeigt: Ein Mittelklasse-Elektroauto, das mit dem normalen deutschen Strommix beladen wird, stößt selbst dann nur etwa die Hälfte an Treibhausgasen pro gefahrenem Kilometer aus wie ein vergleichbarer Verbrenner, wenn sein Motor in China mit dessen schmutzigem Energiemix hergestellt wurde. Und von Schadstoffen wie Stickoxiden oder Feinstaub haben wir dann noch gar nicht gesprochen.

Dabei zeigt sich auch, dass die Klimabilanz eines Elektroautos immer besser wird, je höher der Anteil an erneuerbaren Energien am geladenen Strom ist. Am besten, der Besitzer eines Elektroautos lädt in Zukunft ausschließlich erneuerbaren Strom – zum Beispiel aus der eigenen Photovoltaikanlage. Das kann er dank SENEC.360° sowohl mit einer Wallbox am Haus als auch unterwegs mit der SENEC.Cloud To Go tun.

Bild
Bild

Wie kann ich mein Elektrofahrzeug laden?

Im Prinzip kann ein Elektroauto an jeder Steckdose geladen werden. Das ist aber nicht zu empfehlen, da es sehr lange dauert und die Steckdosen für solche Ladeleistungen nicht ausgelegt sind. Daher gibt es Ladestationen für Zuhause und Ladesäulen für unterwegs. Wer sich ein Elektroauto anschafft, sollte also gleich eine Wallbox in der Garage oder am Carport installieren lassen, also eine Ladestation für das eigene Haus. Wenn er eine PV-Anlage und einen Stromspeicher hat, kann er auch gleich seinen eigenen Strom zum Laden nehmen.

Ladepunkte gibt es genug

Wer unterwegs laden möchte, kann öffentliche Ladestationen ansteuern. Wenn es um Elektromobilität geht, fragen sich viele, ob es denn genügend solcher Ladepunkte gibt, damit sie nicht mit leeren Akkus irgendwo in der Landschaft stehen. Diese Ängste können wir leicht aus dem Weg räumen. Nach Angaben des Bundesverbands der Deutschen Energie- und Wasserwirtschaft BDEW stehen den Fahrern von Elektroautos zum Laden 27.730 öffentlich zugängliche Ladepunkte zur Verfügung. Zum Vergleich: In Deutschland gibt es etwa 14.400 Tankstellen. Und während diese Zahl seit Jahren zurückgeht, wird das Ladenetz fleißig ausgebaut. An vielen dieser Ladestationen können Autofahrer übrigens mit der SENEC.Cloud To Go ihren eigenen Solarstrom laden. Im vergangenen halben Jahr stieg die Zahl der öffentlichen Ladepunkte um mehr als 16 Prozent. Und das sind nur die frei zugänglichen Ladestationen. Meistens werden Elektrofahrzeuge aber zuhause mit der Wallbox oder am Arbeitsplatz geladen. Und zuhause produziert die Solaranlage den Strom dafür – oder sollte es zumindest.

Bild

Dr. Stefan Dietrich