Die Grafik zeigt die Stromerzeugung mit Solaranlage in DC-Strom und die Umwandlung in AC-Strom, den man im Haushalt nutzen kann.
Sascha Beverungen

Sascha Beverungen

Director Product Management

AC- oder DC-Speicher: Was ist der Unterschied und welcher ist besser?

Nahezu jede privat genutzte Photovoltaikanlage wird mittlerweile mit Stromspeicher installiert. Das ist praktisch, weil man den selbst erzeugten Strom auch dann nutzen kann, wenn die Solaranlage mal keine Erträge liefert, etwa nachts. Allerdings gibt es unterschiedliche Speichertypen: Man unterscheidet zwischen sogenannten AC- und DC-gekoppelten Systemen. Nun stellen Sie sich die Frage: Welcher Speichertyp ist besser – und welcher ist am besten für Ihr eigene Zuhause geeignet? 

In diesem Beitrag geben wir Ihnen einen Überblick, was es mit den AC- und DC-Stromspeichern auf sich hat und für welche Anwendungsgebiete die zwei Speichertypen welche Vorteile bieten. Zudem erfahren Sie mehr über das Thema Hybridspeicher. Diese Idee haben wir von SENEC gezielt weiterentwickelt. Dazu gleich mehr. 

Warum unterscheidet man zwischen AC- und DC-Speichern?

Im Haushaltsstromkreis fließt Wechselstrom (AC = alternate current). PV-Anlagen erzeugen aber Gleichstrom (DC = direct current). Damit der Solarstrom im Haushalt genutzt oder in das öffentliche Netz eingespeist werden kann, muss er also von DC in AC umgewandelt werden. Das erledigt ein Wechselrichter, der zwischen die PV-Anlage und das Hausstromnetz geschaltet ist. Heimspeichersysteme speichern grundsätzlich DC-Strom. Je nach Speichertyp muss der Strom also wieder in DC-Strom „zurückgewandelt“ werden, um ihn speichern zu können.
 

AC-Speicher: Wie funktioniert er?

Bei einem AC-gekoppelten Speichersystem gibt es zwei Wechselrichter: 

  • einen PV-Wechselrichter, der zwischen der PV-Anlage und dem Hausstromnetz installiert ist, und
  • einen Batteriewechselrichter, der zwischen dem Speicher und dem Hausstromnetz installiert ist.

Der AC-Speicher heißt so, weil er über einen eigenen Wechselrichter an das AC-Stromnetz angeschlossen ist. Damit ist er unabhängig von der Solaranlage.  
 

Die Grafik zeigt einen AC-Speicher in einem System.

Der DC-Strom, den die Solaranlage erzeugt, wird vom PV-Wechselrichter zunächst in AC-Strom umgewandelt. So kann er im Haushalt genutzt oder ins Stromnetz eingespeist werden. Soll der Strom im Stromspeicher gespeichert werden, muss er vom Batteriewechselrichter wieder in DC-Strom umgewandelt werden, da Batteriesysteme grundsätzlich DC-Strom speichern. 

Wenn der gespeicherte Strom für den Haushalt oder zum Laden des E-Autos zuhause benötigt wird, wird er vom Batteriewechselrichter erneut in AC-Strom umgewandelt. Durch das häufige Umwandeln des Stroms kommt es zu sogenannten Wandlungsverlusten. Dafür ist das AC-Speichersystem besonders flexibel, da sich die einzelnen Komponenten wie Speicher und Wechselrichter in der Regel problemlos nachrüsten oder austauschen lassen. 
 

DC-Speicher: Wie funktioniert er?

Bei einem DC-gekoppelten Speichersystem ist der Stromspeicher zwischen die PV-Anlage und den Wechselrichter geschaltet. Ein DC-Speicher benötigt also nur einen kombinierten Wechselrichter statt einem PV- und einem Batteriewechselrichter. Daher wird der DC-Wechselrichter auch als Hybridwechselrichter bezeichnet. 

Der DC-Speicher ist über die Solaranlage mit dem Hybridwechselrichter verbunden, aber nicht direkt mit dem AC-Stromnetz. Daher ist der DC-Speicher abhängig vom Wechselrichter bzw. von der PV-Anlage.
 

Die Grafik zeigt einen DC-Speicher in einem System.

Der Hybridwechselrichter ist sowohl mit der PV-Anlage als auch mit dem Stromspeicher verbunden. Der DC-Strom, den die Solaranlage erzeugt, kann also direkt und ohne Wandlungsverluste als DC-Strom gespeichert werden. Wird der Solarstrom im Haushalt benötigt oder soll er ins Stromnetz eingespeist werden, wird er vom Wechselrichter in AC-Strom umgewandelt.

Die Wandlungsverluste sind bei einem DC-gekoppelten System deutlich geringer als beim AC-Speichersystem. Dafür ist das System weniger flexibel: Da bestehende PV-Anlagen schon über einen PV-Wechselrichter verfügen, kann man meist nicht einfach einen DC-Speicher nachrüsten, sondern muss den PV-Wechselrichter aus- und einen Hybridwechselrichter einbauen. Insgesamt müssen alle Komponenten eines DC-Speichers genau aufeinander abgestimmt sein, um die Funktionalität des Systems zu gewährleisten.
 

Hybridspeicher: Was ist das?

SENEC hat die Idee des Hybridwechselrichters weiterentwickelt und den Hybridspeicher auf den Markt gebracht. Bei diesem Speichertyp ist der Hybridwechselrichter direkt in den Speicher integriert. So kann der Speicher sowohl DC-Strom speichern als auch AC-Strom ausgeben, ohne dass ein separater PV- oder Batteriewechselrichter notwendig ist. 

Ein Hybridspeicher reduziert die Wandlungsverluste durch das Umwandeln von DC in AC und wieder zurück in DC auf ein Minimum. Zudem ist der Speicher mit integriertem Wechselrichter besonders platzsparend und einfach zu installieren. Genau wie andere DC-gekoppelte Speicher ist der Hybridspeicher vor allem für die Installation neuer PV-Anlagen geeignet, da die einzelnen Komponenten sehr genau aufeinander abgestimmt werden sollten.
 

Ein Installateur kontrolliert die Dimensionierung eines Photovoltaik-Speichers mit seinem Tablet.

Unterschiede auf einen Blick: AC-Speicher und DC-Speicher

 

AC-gekoppelter Speicher DC-gekoppelter Speicher/Hybridspeicher
ideal zum Nachrüsten bestehender Anlagen ideal in Kombination mit neuen PV-Anlagen
integrierter Batteriewechselrichter benötigt einen Hybridwechselrichter 
besonders flexibel: funktioniert mit vielen
Solaranlagen und Wechselrichtertypen
Wandlungsverluste durch Umwandeln des
DC-Stroms in AC-Strom (Haushalt) und
zurück in DC-Strom (Speichern).
schnelle, platzsparende Installation
Geringe Wandlungsverluste, da der DC-
Strom aus der Anlage direkt als DC im
Speicher gespeichert werden kann.
Austausch oder Erweiterung von
Systemkomponenten ist günstiger und
unkomplizierter als beim DC-System.

Systemkomponenten müssen sorgfältig
geplant und aufeinander abgestimmt
werden.

Die Grafik zeigt den Unterschied von gekoppelten Batteriesystemen ganz einfach verständlich.

Die SENEC Speicher im Überblick

SENEC bietet drei verschiedene Speichertypen an, die zum Teil als AC- oder als DC-Variante erhältlich sind. Unsere Übersicht hilft Ihnen, die Eigenschaften und Vorteile der SENEC Speicher auf einen Blick zu erfassen. 
 

Speicher AC
oder
DC
Kapazität Schnittstellen zusätzliche 
Komponenten 
Garantie
SENEC.Home V2.1 AC 2,5–10 kWh mein.senec.de 
 SENEC.App
Wallbox
 SENEC.Cloud
10 Jahre
SENEC.Home V3 hybrid AC/DC 2,5–10 kWh mein-senec.de SENEC.App Amazon Echo Google Assistant Wallbox
 SENEC.Cloud
Notstrom
10 Jahre
SENEC.Home V3 hybrid duo AC/DC 2,5–10 kWh mein-senec.de SENEC.App Amazon Echo Google Assistant Wallbox
 SENEC.Cloud
Notstrom
10 Jahre
SENEC Home 4 AC AC 4,2–25,2 kWh

mein-senec.de SENEC.App Amazon Echo Google Assistant
EEBUS-Ready
 

Wallbox
 SENEC.Cloud
Notstrom
10 Jahre
SENEC Home 4 hybrid DC 4,2–25,2 kWh mein-senec.de SENEC.App Amazon Echo Google Assistant
EEBUS-Ready
Wallbox
 SENEC.Cloud
Notstrom
10 Jahre

Speicher nachrüsten: So funktioniert‘s 

Auch wenn Sie Ihre bestehende Solaranlage mit einem Stromspeicher nachrüsten wollen, stellt sich die Frage, ob ein AC- oder ein DC-gekoppeltes Speichersystem besser ist. In der Regel ist das Nachrüsten mit einem AC-Speicher einfacher. Da dieser einen separaten Batteriewechselrichter hat und von der PV-Anlage unabhängig ist, lässt er sich mit nahezu jeder PV-Anlage kombinieren – und sogar mit anderen Systemen zur Stromerzeugung wie Blockheizkraftwerken oder Windkraftanlagen.

Ausführliche Infos dazu, worauf Sie beim Nachrüsten Ihrer PV-Anlage achten sollten, finden Sie in unserem Blogbeitrag PV-Speicher nachrüsten
 

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Blick in die Zukunft: Wird es mehr AC- oder DC-Speicher geben?

Wir gehen davon aus, dass die Zahl der DC-Stromspeicher bzw. der Hybridspeicher-Systeme die der AC-Speicher in Zukunft deutlich übersteigen wird. Das hat auch mit der hohen Nachfrage nach PV-Anlagen für die private Nutzung zu tun: Steigende Energiekosten und der Wunsch nach einer nachhaltigen Energieversorgung motivieren immer mehr Hausbesitzer*innen, sich eine Solaranlage für den Eigenbedarf anzuschaffen. Für diese neuen Systeme bieten sich DC-Speicher an – sie sind praktisch, effizient und einfach zu installieren. Gleichzeitig wird die Zahl der Bestandsanlagen, die mit einem AC-Speicher nachgerüstet werden, in den kommenden Jahren abnehmen: In 10 – 20 Jahren wird es vermutlich kaum mehr Bestandsanlagen ohne Speicher geben. 

Das größte Potenzial für die Zukunft sehen wir auf dem Gebiet der Hybridspeicher – also nicht nur DC-gekoppelte Speicher, sondern DC-Speicher mit integriertem HybridwechselrichterSENEC steckt schon heute viel Energie in die Weiterentwicklung solcher innovativen Speichermodelle, da sie unserer Meinung nach das größte Potenzial für eine nachhaltige und effiziente Versorgung mit Solarstrom bieten. 
 

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