Eine Person sitzt vor einem Laptop und hält eine leuchtende Glühbirne in der Hand.

Strom sparen zuhause : Praktische Tipps und Empfehlungen

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Die Strompreise steigen – derzeit ist ein Ende dieses Trends nicht absehbar. Um empfindliche Nachzahlungen zu vermeiden, suchen viele Verbraucher*innen Einsparpotenziale im eigenen Haushalt. Neben den offensichtlichen Tipps wie „Stand-by-Geräte ausschalten“ gibt es aber noch viele weitere Möglichkeiten zum Stromsparen. Wir geben in diesem Beitrag einen Überblick, wie Sie ohne großen Aufwand im eigenen Zuhause Strom sparen können. 

Stromspar-Tipps für die Küche

In der Küche sind die größten Stromfresser die Elektro-Großgeräte wie Herd und Backofen, Kühlschrank, Geschirrspüler und Tiefkühltruhe. Aber auch wenn Sie ältere und weniger energieeffiziente Elektrogeräte nutzen, können Sie mit einigen Tricks sofort Strom sparen. 
 

Eine Hand dreht am Regler des Küchen-Herds.

Sofort umsetzbare Tipps 

  • Kochen mit Deckel: Es klingt nach einer Kleinigkeit, aber wenn Sie einen Topfdeckel verwenden, kochen Nudelwasser und Co. deutlich schneller. So sparen Sie nicht nur Strom, Sie vermeiden auch, dass sich Wasserdampf in der gesamten Küche verteilt. 
     
  • Backofen nicht vorheizen: Bei Tiefkühlkost, aber auch bei Kuchen und Brötchen ist es meist nicht nötig, den Ofen vorzuheizen. Schalten Sie den Ofen einfach an, wenn Sie die Speisen hineinstellen. Die Backzeit verlängert sich dann um 5-10 Minuten, dafür sparen Sie Strom, weil der Ofen nicht im „Leerlauf“ läuft.
     
  • Backofen früher ausschalten: Bei Kuchen, Brötchen und vielen Schmorgerichten können Sie den Ofen ruhig 5-15 Minuten vor Ende der Backzeit ausschalten. Das Essen backt in der Restwärme zu Ende, wenn Sie es dafür etwas länger im Ofen lassen.
     
  • Wasserkocher nicht komplett auffüllen: Wenn Sie nur einen Becher Tee kochen wollen, füllen Sie Ihren Wasserkocher nur bis zum Minimum. So wird deutlich weniger Strom benötigt, um die kleinere Wassermenge zum Kochen zu bringen. 
     
  • Kühlschrank nicht zu kalt einstellen: Die meisten Kühlschränke sind zu kühl eingestellt. Dabei reicht die niedrigste Stufe des Kühlschranks in der Regel völlig aus, um Speisen und Getränke zu kühlen. 
     
  • Spülmaschine im Öko-Programm laufen lassen: Moderne Geschirrspüler haben Sparprogramme, bei denen das Geschirr bei niedrigen Temperaturen und geringem Wasserverbrauch gespült wird. Oft dauern diese Programme etwas länger, daher macht es Sinn, den Geschirrspüler abends anzustellen.
     

Längerfristige Empfehlungen

  • Energieeffiziente Haushaltsgeräte kaufen: Gerade beim Kühlschrank und beim Elektroherd lohnt sich die Investition in moderne, sparsame Geräte. Allerdings sollten Sie neue Geräte nur dann kaufen, wenn Sie das jeweilige Altgerät ohnehin austauschen müssen – ansonsten übersteigt die Investition in vielen Fällen das Einsparpotenzial. 
     
  • Extrageräte stilllegen: In vielen Haushalten gibt es eine Tiefkühltruhe oder einen zweiten Kühlschrank für Getränke und Co. Überlegen Sie langfristig, ob nicht vielleicht das Tiefkühlfach im Kühlschrank ausreicht – und ob es nicht ausreicht, jeweils nur ein paar Flaschen kaltzustellen. Gerade ältere Kühlgeräte brauchen viel Strom, den Sie auf diese Weise einsparen können. 
     

Stromspar-Tipps fürs Wohnzimmer

In den meisten Wohnzimmern gibt es mittlerweile einen Flachbild-Fernseher, vielleicht noch eine HiFi-Anlage und eine Spielekonsole – möglicherweise sogar alles smart vernetzt. Das größte Einsparpotenzial liegt darin, diese Geräte clever zu nutzen – und sie ansonsten abzuschalten.
 

Eine Steckdosenleiste mit Steckern, die beschriftet sind mit den Worten Spielekonsole, DVD-Player, TV und Hi-Fi.

Sofort umsetzbare Tipps 

  • Standby-Geräte ausschalten: Der Standby-Modus ist praktisch und für smarte Geräte teilweise auch erforderlich. Dennoch sollten Sie die Elektrogeräte, bei denen es möglich ist, vollständig ausschalten. Datenerhebungen haben ergeben, dass Geräte im Stand-by-Modus für etwa 8 % des Stromverbrauchs eines Haushalts verantwortlich sind. 
     
  • Zu LED-Leuchtmitteln wechseln: Im Wohnzimmer gibt es neben der Deckenbeleuchtung oft weitere Lampen. Wenn Sie für alle Lampen energiesparende LED-Leuchtmittel verwenden, können Sie übers Jahr einiges an Strom einsparen.
     
  • Filme auf dem Laptop streamen: Wenn Sie fürs Streaming einen Laptop statt den extragroßen Flachbildschirm-TV einschalten, können Sie viel Strom sparen. Viele große TV-Geräte sind echte Stromfresser. 

 

Längerfristige Empfehlungen

  • Kombigerät statt vieler einzelner Elektrogeräte: Wenn Sie Elektrogeräte wie Blu-ray-Player oder Receiver austauschen, entscheiden Sie sich für kombinierte Geräte, die mehrere Funktionen vereinen. Mit einem Kombigerät sparen Sie nicht nur Strom, Sie benötigen auch weniger Steckdosen.
     
  • Energieeffizienten Fernseher kaufen: Wenn der Kauf eines neuen TV-Gerätes ansteht, achten Sie auf den Stromverbrauch. Gerade bei den größeren Geräten gibt es hier teilweise deutliche Unterschiede. 
     

Stromspar-Tipps für die Waschküche

Eine Waschmaschine gehört zur Standard-Ausstattung und in vielen Haushalten kommt noch ein Wäschetrockner dazu. Wenn Sie Ihre Routine beim Waschen und Trocknen nur ein wenig ändern, können Sie bei jedem Waschgang Strom sparen.
 

Eine Waschküche mit Waschmaschine und einem Wäscheständer mit frischer Wäsche.

Sofort umsetzbare Tipps 

  • Wäsche an der Luft trocknen: Wenn es mal schnell gehen muss oder bei kaltem, feuchtem Wetter ist ein Wäschetrockner praktisch. In vielen Fällen können Sie die Wäsche aber auch problemlos an der Luft trocknen lassen und die Stromkosten für den Trockner einsparen.
     
  • Volle Waschladungen waschen: Ein Waschgang verbraucht immer gleich viel Strom, egal ob die Waschmaschine voll oder halb leer ist. Waschen Sie also erst, wenn die Maschine voll ist, damit Sie den Strom möglichst effizient nutzen und die Maschine nicht so häufig anschalten müssen. 
     
  • Bei niedrigen Temperaturen waschen: Normal verschmutzte Wäsche wird meist auch bei 30 Grad problemlos sauber – und die Waschmaschine braucht deutlich weniger Strom im Niedrigwaschgang. Wenn Sie grundsätzlich mit niedrigen Temperaturen waschen, sollten Sie die Maschine allerdings einmal im Monat im Kochwaschgang laufen lassen, um Bakterien und Schimmelbildung zu vermeiden. 

 

Längerfristige Empfehlung

  • Energieeffiziente Waschmaschine kaufen: Wenn ein Gerätewechsel ansteht, sollten Sie eine Waschmaschine mit möglichst niedrigem Energieverbrauch und Ökoprogramm wählen. Achten Sie außerdem daran, dass die Waschmaschine über einen Warmwasseranschluss verfügt – so können Sie bei jedem Waschgang Strom sparen.
     

Stromspar-Tipps fürs Bad

Die meisten Einsparpotenziale fürs Bad gibt es in Haushalten, in denen das Warmwasser elektrisch erwärmt wird. Hier können Sie Strom sparen, indem Sie einerseits die Wassertemperatur und andererseits den Verbrauch an Warmwasser clever reduzieren.
 

Detailaufnahme von einem Duschkopf, aus dem Wasser herausläuft.

Sofort umsetzbare Tipps 

  • Duschen statt Baden: Überlegen Sie, ob statt eines Vollbads nicht auch eine Dusche ausreicht. Das spart Wasser und Strom – und es geht in der Regel auch schneller als Baden. 
     
  • Händewaschen und Zähneputzen mit kaltem Wasser: Stellen Sie den Wasserhahn im Bad auf kalt, um Strom für die Warmwasserbereitung zu sparen. Beim Waschen und Zähneputzen werden zwar nur kleine Mengen Wasser verbraucht, dafür aber mehrmals am Tag – aufs Jahr summiert, kann man hier viel sparen. 

 

Längerfristige Empfehlungen

  • Warmwasserspeicher bei längerer Abwesenheit abschalten: Regeln Sie den Warmwasserspeicher herunter, wenn Sie in den Urlaub fahren oder für einige Tage nicht zuhause sind. So wird kein unnötiger Strom verbraucht, um das Wasser auf der voreingestellten Temperatur zu halten.
     
  • Dusche umrüsten auf einen Sparduschkopf: In erster Linie sparen Sie mit einem Sparduschkopf natürlich Wasser– aber wenn das Wasser elektrisch erwärmt wird, können Sie neben der Warmwassermenge zusätzlich den Stromverbrauch reduzieren.
     

Strom selbst erzeugen und Stromkosten sparen

Auch wenn sich der persönliche Stromverbrauch in vielen Bereichen deutlich reduzieren lässt, sind die Einsparpotenziale irgendwann ausgeschöpft. Ganz auf elektronische Haushaltsgeräte oder warmes Wasser aus dem Durchlauferhitzer verzichten möchte aber niemand. Welche Möglichkeiten zum Stromsparen gibt es also noch?

Eine Methode, um die Stromkosten zu reduzieren, ist die Installation einer PV-Anlage mit einem Heimspeicher. Sicher, damit sparen Sie nicht von Anfang an: Immerhin ist eine Solaranlage eine größere Investition. Langfristig senken Sie mit selbst erzeugtem Strom aber Ihre Energiekosten – und werden unabhängiger von künftigen Preisschwankungen. 

 

Photovoltaikanlage

Mit einer Solaranlage auf dem Dach erzeugen Sie günstigen, umweltfreundlichen Solarstrom für den eigenen Haushaltsbedarf. Damit reduzieren Sie unmittelbar Ihren Strombedarf aus dem öffentlichen Netz. Zwar dauert es in der Regel 10–12 Jahre, bis sich die PV-Anlage vollständig amortisiert hat. Dafür werden sie vom ersten Tag an unabhängiger von den Strompreisschwankungen und versorgen sich nachhaltiger mit Energie. Nicht zuletzt trägt eine Solaranlage deutlich zur Wertsteigerung Ihres Hauses bei.
 

Ein modernes Haus mit einer neuen Photovoltaik-Anlage auf dem Dach.

Stromspeicher

Ein Heimspeicher ergänzt die Photovoltaikanlage und ermöglicht es, den selbst erzeugten Strom dann zu nutzen, wenn Sie ihn benötigen – zum Beispiel abends oder an Regentagen, wenn die Anlage keinen Strom erzeugt. So steigern Sie den Grad Ihrer Selbstversorgung mit Strom und senken die Kosten für Strom aus dem öffentlichen Netz. Moderne Stromspeicher haben aber noch einen weiteren Vorteil. Durch das integrierte Energie-Management-System (EMS) erhalten Sie einen genauen Überblick über Ihre Verbrauchsmengen und -muster. So können Sie Ihren Stromverbrauch weiter optimieren und langfristig Kosten sparen.
 

Ein moderner Stromspeicher von Senec in einem Haus.

Photovoltaik-Heizstab

Ein smart in Ihre Photovoltaikanlage integrierter Heizstab ermöglicht die Warmwasserbereitung mit Solarstrom. Gerade Durchlauferhitzer verbrauchen eine Menge Strom – wenn Sie stattdessen das Brauchwasser im Warmwasserspeicher mit einem PV-Heizstab erwärmen, können Sie den Strombedarf aus dem öffentlichen Netz deutlich reduzieren. 
 

Foto von einem Installateur, der einen Heizstab in einen Wassertank einbaut.

Wallbox als Teil der PV-Anlage 

Viele Menschen setzen auf Elektroautos, um möglichst emissionsarm und nachhaltig unterwegs zu sein. Durch die steigenden Stromkosten wird aber auch das Laden von E-Autos immer teurer. Eine Lösung für dieses Problem ist eine Ladestation für zuhause , die mit der PV-Anlage und dem Stromspeicher verbunden wird. So laden Sie Ihr E-Auto komfortabel und umweltfreundlich im eigenen Zuhause – und reduzieren Ihren Strombedarf aus dem öffentlichen Netz. 
 

Eine moderne Wallbox hängt an der Wand von einem Carport.

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Johannes Ruf

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