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Nachhaltigkeit

Solarenergie ist Klimaschutz

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Klimaschutz ist eines der zentralen Themen in der Öffentlichkeit und Politik. Mittlerweile sollten es alle begriffen haben, dass wir etwas tun müssen, um die möglichen verheerenden Folgen des menschengemachten Klimawandels mindestens abzumildern. Grund für den Klimawandel sind die im Zuge der Industrialisierung massiv gestiegenen Treibhausgas-Emissionen. Das sind Gase, die sich in der Atmosphäre sammeln und ein bisschen wie das Glas eines Gewächshauses wirken. Sie lassen die Sonnenstrahlen herein, verhindern aber, dass die gesamte Wärme wieder in den Weltraum abgestrahlt wird. Dieser Treibhauseffekt ist an sich großartig und die Grundlage für Leben auf unserem Planeten. Allerdings produzieren die Menschen so viel von diesen Gasen, allen voran Kohlendioxid (CO2), dass sie diesen Effekt massiv verstärkt haben. Dadurch verändert sich das Klima und es wird es auf der Erde immer wärmer. Und das hat Konsequenzen, wie etwa den Anstieg des Meeresspiegels sowie häufigere Extremwetterereignisse wie Dürren, Hitzesommer, Überschwemmungen oder Wirbelstürme. Das beeinträchtigt nicht nur Leben und Gesundheit der Menschen, sondern wird auch richtig teuer.

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Energie und Klimaschutz hängen eng zusammen

Ein großer Teil des CO2-Ausstoßes und anderer Treibhausgas-Emissionen wird durch die Erzeugung von Energie verursacht, etwa wenn Kohle oder Gas verbrannt werden, um Strom zu erzeugen. Da bietet die Photovoltaik eine Alternative. Denn wenn Sonnenlicht direkt in elektrische Energie umgewandelt wird – und genau das machen PV-Anlagen – entstehen keine Emissionen, es gelangen also auch keine Treibhausgase in die Atmosphäre. Das ist einer der wesentlichen Vorteile der Solarenergie in Sachen Klimaschutz. Der Betrieb ist aber nur ein Thema bei der CO2-Bilanz, denn die Photovoltaik-Anlagen müssen ja auch hergestellt werden. Auch wenn wir das in Betracht ziehen, bleibt die Bilanz für den Klimaschutz außerordentlich gut. Über den gesamten Lebenszyklus, also von der Rohstoffgewinnung bis zum Recycling, stößt eine PV-Anlage 50 Gramm CO2 pro erzeugte Kilowattstunde Energie aus. Zum Vergleich: Für eine Kilowattstunde Strom aus Steinkohle gelangen 830 Gramm CO2 in die Atmosphäre, bei Braunkohle ist es sogar mehr als ein Kilogramm! Das ist eine sehr schlechte CO2-Bilanz für die Kohle, weshalb die Energieerzeugung so massiv zum Klimawandel beiträgt. Betrachtet man den gesamten Strommix, hat im Jahr 2018 jede erzeugte Kilowattstunde Solarstrom den Ausstoß von 621 Gramm CO2 und anderer Treibhausgase vermieden und damit einen Beitrag zum Klimaschutz geleistet. In ganz Deutschland konnten damit in diesem Jahr mehr als 28 Millionen Tonnen Treibhausgase eingespart werden, womit wir dem Ziel der Klimapolitik nähergekommen sind, den Klimawandel nicht weiter zu befeuern. Denn diese Menge entspricht immerhin dem Pro-Kopf-Ausstoß von 2 ½ Millionen Menschen in Deutschland.

Ihr seht: Wer seinen Strom selbst mit einer Solaranlage erzeugt, betreibt aktiven Klimaschutz. Dass er auch noch Geld dabei spart, ist ein schöner Nebeneffekt. Während Politiker auf UN-Klimakonferenzen und anderen Foren gerne über den Klimaschutz sprechen und dann zu wenig tun, um dem Klimawandel zu begegnen, können Hausbesitzer mit ihrer eigenen Energiewende aktiv zum Klimaschutz beitragen. Das ist doch ein gutes Ziel.

Dr. Stefan Dietrich SENEC Presse

Dr. Stefan Dietrich