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Stromspeicher

Sicherheit – ein Muss für Stromspeicher

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Stromspeicher für Privathäuser werden immer beliebter. Kein Wunder, ermöglichen sie es den Hausbesitzern doch, sich selbst mit sauberem Solarstrom zu versorgen. So machen sie sich unabhängiger von steigenden Strompreisen und tragen gleichzeitig noch etwas zum Klimaschutz bei.

Aber wie immer, wenn sich heutzutage eine neue und sinnvolle Technologie durchsetzt, tauchen vor allem im Internet Beiträge auf, die die Technik madig machen wollen. Was da im Einzelnen dahintersteckt, wollen wir an dieser Stelle nicht diskutieren. Ich möchte lieber zeigen, was für die Sicherheit alles getan wird und eine der beliebtesten Behauptungen widerlegen: Angeblich sind Stromspeicher, bzw. die darin verbauten Lithium-Ionen-Akkus besonders feuergefährlich. Zu allem Übel traut sich die Feuerwehr vermeintlich nicht, die Akkus dann zu löschen. Da können wir an dieser Stelle einiges klarstellen.

Zuerst einmal ist natürlich richtig, dass elektronische und elektrische Geräte immer ein Risiko beinhalten. Das gilt aber nicht nur für Stromspeicher, sondern auch für Toaster und andere Haushaltsgeräte. Genau wie bei diesen kommt es auch bei Batteriespeichern auf eine gute Verarbeitung unter Berücksichtigung aller gängigen Sicherheitsvorschriften und auf die richtige Handhabung an.

 

Sicherheit kannst du überprüfen

 

Da Lithium-Ionen-Akkus mittlerweile weit verbreitet sind und durch Smartphones, Notebooks, Akkuwerkzeuge, Spielzeug und anderes in jeden Haushalt Einzug gefunden haben, sind auch die entsprechenden Sicherheitsnormen umfangreich geworden. Gerade beim Kauf eines Stromspeichers erleichtert das den Kunden die Orientierung, da sie darauf achten können, ob die entsprechenden Anwendungsregeln und Sicherheitsnormen eingehalten werden. Bei einem Heimspeicher ist das zum einen die Anwendungsregel VDE AR-E-2510-50, die sehr hohe Sicherheitsanforderungen an das Gesamtsystem umfasst. Die VDE AR-E-2510-2 beschreibt die sichere Installation von Stromspeichern. Als internationale Norm für die Batteriesicherheit gibt es die IEC 62619. Auskunft darüber, welche Normen eingehalten werden, geben die Technischen Datenblätter der Hersteller.

Eine mechanische Beschädigung der Batterie kann gefährlich werden. Daher muss ein Stromspeicher die Transporttests der Testreihe UN 38.3 nach dem Handbuch der Vereinten Nationen bestehen. Diese Tests simulieren Transportbedingungen wie Druck, Temperatur, Quetschung oder Aufprall.

SENEC-Heimspeicher entsprechen all diesen Regeln und Anforderungen. In ihnen kommt ein mehrstufiges Sicherheitssystem zum Einsatz. Das beginnt auf der Ebene der einzelnen Batteriezellen, die mit Überdruckventilen ausgestattet sind. Hier zahlt es sich aus, dass wir ausschließlich Zellen namhafter Qualitätshersteller verwenden. Auf der Modulebene sind ebenso Sicherheitsmechanismen eingebaut wie auf der Ebene des Gesamtsystems, das eine Reißlinie ziehen kann, um Unfälle zu verhindern. Eine Tiefenentladung der Batteriemodule verhindern wir bei SENEC-Speichern durch eine Notbeladungs-Funktion. Damit kann der Speicher in den seltenen Fällen, in denen es notwendig ist aus dem Netz laden. So minimieren wir ein weiteres Risiko. Bei SENEC wird Sicherheit großgeschrieben!

 

Korrekte Handhabung ist wichtig

 

Bei allen Lithium-Ionen-Akkus spielt die korrekte Handhabung eine große Rolle, wenn es um Sicherheit geht. Bei der Wahl des Aufstellorts muss unbedingt beachtet werden, dass die zulässige Betriebstemperatur eingehalten werden muss. Die Hersteller von Stromspeichern geben diese Temperaturspanne an, beim SENEC.Home V3 hybrid liegt die zulässige Betriebstemperatur zum Beispiel bei 5°C bis 40°C. Das ist keine unverbindliche Empfehlung, sondern für den sicheren Betrieb erforderlich.

Daher sagt auch Stephan Lux, Leiter der Gruppe „Batterietechnik“ am Fraunhofer Institut für Solare Energiesysteme ISE: „Lithium-Ionen Zellen von hoher Qualität und im richtigen „Betriebsfenster“ (Temperatur, Strom Spannung) eingesetzt, nach dem Stand der Technik zu einem Batteriesystem zusammengebaut sowie unter Berücksichtigung der funktionalen Sicherheit mit Leistungselektronik und Energiemanagement verbunden, sind sicher.“

 

Und wenn doch etwas passiert?

 

Wie bereits gesagt: Es handelt sich um elektronische Geräte, da kann etwas passieren, und die Elektrolyt-Materialien in den Batteriezellen sind brennbar. Sollte es durch unsachgemäße Handhabung oder anderes zum Brand kommen, dann ist es aber keineswegs so, dass die Feuerwehr nicht löscht. Wer das behauptet, hat entweder keine Ahnung oder verbreitet vorsätzlich „Fake News“. Sollte eine Lithium-Ionen-Batterie in Brand geraten, hat die Feuerwehr ein Wundermittel parat, mit dem sie den Brand löscht. Es nennt sich Wasser. Durch das Löschen mit Wasser wird die Temperatur der Batterie gesenkt. Das überwacht die Feuerwehr im Einsatzfall mit einer Wärmebildkamera. Entsprechende Schulungsmaterialien gibt es, und da Lithium-Ionen-Batterien weit verbreitet sind, müssen die Feuerwehren vorbereitet sein.

In den Empfehlungen der Arbeitsgemeinschaft der Leiter der Berufsfeuerwehren und des Deutschen Feuerwehrverbandes zur Risikoeinschätzung von Lithium-Ionen Speichermedien heißt es dann auch: „Hausspeicheranlagen werden vermehrt vor allem in Wohngebäuden verbaut. Sind sie zertifiziert und eng überwacht produziert, stellen sie aus heutiger Sicht ein vergleichbares Risiko wie andere Elektrogeräte oder Photovoltaikanlagen (PV-Anlagen) dar.“

Dr. Stefan Dietrich SENEC Presse

Dr. Stefan Dietrich