Photovoltaik - Geschichte und spannende Fakten

Eine Reise in die Vergangenheit

Die heutige Verwendung von Photovoltaik, um Nutzen aus der Kraft der Sonne und somit der Solarenergie zu ziehen, scheint für uns mittlerweile ganz normal. Aber wie hat sich das Ganze bis zum heutigen Stand entwickelt? Wie sind wir darauf gekommen, die Sonne als Energielieferant clever zu nutzen und wer entdeckte die Errungenschaft Photovoltaik? Hier findest du 12 interessante Fakten aus der Geschichte, die du garantiert noch nicht kanntest.

 

Doch zunächst, was ist Photovoltaik eigentlich?

Für alle Neueinsteiger in die Thematik noch mal eine kurze Erklärung: Photovoltaik meint das Sammeln der Sonnenenergie, die schließlich in elektrische Energie umgewandelt wird, um sie für elektrischen Strom nutzen zu können. Heutzutage geschieht das über eine Photovoltaikanlage auf dem Dach, d.h. Solarmodule, die aus vielen Solarzellen bestehen, sammeln dort die Energie der Sonne. Die Solarzellen bestehen aus sehr vielen sog. Halbleitern, die wiederum aus Silizium bestehen. In Kombination mit anderen chemischen Elementen wird dieses Silizium in den Solarzellen schichtweise aufeinander gebaut. Trifft nun Sonne auf die Solarmodule, baut sich eine große Spannung zwischen den Schichten auf – es fließt Gleichstrom. Dieser muss nun nur noch in Wechselstrom umgewandelt werden, das übernimmt der Wechselrichter einer Photovoltaikanlage. So leicht ist es also mittlerweile Strom aus erneuerbarer Energie herzustellen.

 

Und warum Solarstrom?

Der Hauptbeweggrund für die Nutzung des Solarstroms ist das unabhängig sein. Mit deiner eigenen Solaranlage und deinem Stromspeicher von SENEC bist du unabhängig von steigenden Strompreisen, egal, wie sehr dieser in der Zukunft noch steigt. Dein Strom vom eigenen Dach kostet immer konstant das gleiche, nämlich nichts.

Aber auch für die Umwelt kannst du so deinen Beitrag leisten. Mit dem Umstieg auf erneuerbare Energie schonst du nämlich nicht nur deinen Geldbeutel, sondern auch das Klima.

Vom alten Ägypten bis heute

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13 Fakten

Bis hierhin war es jedoch ein langer Weg mit vielen Abzweigungen durch die Geschichte, den wir euch natürlich nicht vorenthalten wollen. Die wichtigsten und interessantesten Fakten:

 

Die Entwicklung

 

  1. Nutzung im alten Ägypten

Vermutlich wurde bereits vor langer, langer Zeit Sonnenlicht geschickt genutzt. Forscher vermuten, dass die Ägypter dieses mit Spiegeln ins Innere der Grabkammern in Pyramiden gelenkt haben. Clever, oder?

  1. Das Lehmhaus der Pueblo Indianer

Auch die Pueblo Indianer wussten sich zu helfen. Sie bauten mehrstöckige Lehmhäuser, die nach dem Sonnenlauf gebaut waren, um die Solarenergie optimal zu nutzen und auch im Winter nicht zu frieren.

  1. Assyrische Linsen

Assyrische Handwerker schliffen einen Bergkristall so fein, dass dieser Sonnenlicht bündeln konnte und wahrscheinlich als Brennglas genutzt wurde, um Reisig oder Holzspäne zu entflammen. Eine ausgeklügelte Technik, die damals überlebensnotwendig war.

  1. Erste Energiesparhäuser in Griechenland

Auch die Griechen verstanden es früh sich die Sonne zu nutzen zu machen. So wurde 400 v. Chr. eine ganze Stadt nach den Grundsätzen solarer Architektur gebaut. Die Häuser wurden an den Südhängen errichtet und man achtete darauf, dass kein Haus im Schatten des anderen stand. Wahrscheinlich speicherten die Griechen die Sonnenenergie sogar, in dem sie Steine oder Schlacken im Wohnzimmer als Wärmequelle nutzen. Die Steine wurden im Winter von der Sonne erwärmt und sorgten dafür, dass es auch drinnen länger warm blieb. Eine ganz schöne Leistung zu damaliger Zeit.

  1. Brandstiftung

Auch wenn die Wahrheit der Geschichte umstritten ist: Archimedes (287 bis 212 v. Chr.) soll mit Hilfe von Bronzespiegeln und dem Sonnenlicht die römische Flotte in Brand gesetzt haben. Die Quellen sind sich aber über den Wahrheitsgehalt uneinig.  

  1. Der Sonnenofen der Römer

Die Römer fackelten nicht lange und bauten sich kurzerhand ein Haus, was wir wohl heute als Wintergarten bezeichnen würden. Der sogenannte Sonnenofen (Heliocaminus) machte sich ebenfalls die Energie geschickt zu eigen, in dem große, verglaste Fenster viel Sonnenlicht ins Innere ließen, der Fußboden wurde bereits mit Brennholz beheizt. Laut Archäologen diente der Heliocaminus als Sauna.

  1. Brennspiegel zum Feuer machen und Destillieren

Nicht nur die Griechen verwendeten Brennspiegel, z.B. um die Olympische Flagge zu entzünden. Auch Chinesen, Römer und Inka setzten dieses Geschick ein. Die Araber nutzten Brennspiegel sogar, um Wasser zu destillieren.

  1. Das Old school Gewächshaus

1767 machte der Schweizer Naturforscher de Saussure eine Entdeckung: Ein Beet wird stärker von der Sonne erwärmt, wenn die Strahlen durch die Verglasung scheinen. Daraus resultierend entwickelte er eine „Hitzekiste“ und machte sich den photoelektrischen Effekt zu Nutze. Diese wird auch heute teilweise noch als Vorbild verwendet.

  1. Die große Entdeckung

1839 ist es dann soweit: Alexandre Edmond Becquerel entdeckt den Effekt, den wir heute als Photovoltaik bezeichnen. Er misst in seinem Labor Strom und stellt fest, wenn Licht darauf fällt, fließt der Strom stärker. Auch wenn der erste bedeutende Schritt damit getan ist, kann Becquerel seine Erkenntnisse rund um Photovoltaik da noch nicht anwenden.

  1. Ein wichtiges Element

Ein bedeutendes Puzzleteil erkennt rund 40 Jahre später Wiliam Grylls Adams, in dem er herausfindet, dass auch das Element Selen Elektrizität produziert, wenn Sonne darauf fällt. Die Selen-Zellen haben jedoch einen viel zu geringen Wirkungsgrad von rund zwei Prozent. Dennoch ist ein wichtiger Meilenstein mit der Entdeckung gelegt: man konnte beweisen, dass ein fester Stoff mit Hilfe von Sonnenenergie elektrische Energie produzieren kann. Ein nächster Schritt in Richtung Solarstrom.

  1. Hilfe aus dem All

Der nächste große Impuls kam aus dem All: 1954 wird die erste Solarzelle auf der Basis von Silizium gebaut, und zwar von einem US-amerikanischen Forscherteam. Diesmal beträgt der Wirkungsgrad immerhin sechs Prozent. Mit der neuen Raumfahrttechnologie erlebt auch die Photovoltaikforschung einen großen Aufschwung. Die Technik der Silizium-Solarzellen werden stets weiterentwickelt.

  1. Weiterentwicklung

Die Technologie wird in den achtziger Jahren stetig weiterentwickelt und auch die Anwendungsmöglichkeiten von Photovoltaik Modulen nehmen rasant zu. Beim Kauf der Solarmodule muss die Allgemeinheit auch nicht mehr so tief in die Tasche greifen, was die Technik für den privaten Bereich viel attraktiver macht.

  1. Der Stand der Dinge

Mittlerweile herrscht nicht nur ein großes Bewusstsein für die Nutzung der Sonnenenergie mit Hilfe einer Photovoltaikanlage, sondern auch bestmögliche, technische Möglichkeiten, um diese Energie optimal im alltäglichen Leben für die Stromgewinnung zu gebrauchen. Erneuerbare Energien sind die Zukunft, das ist spätestens klar, seit uns bewusst ist, dass die fossilen Brennstoffe irgendwann aufgebraucht sein werden.

Für die nachhaltige Energiezukunft gibt es nicht nur die EEG-Umlage, sondern auch verschiedene Förderungsprogramme vom Staat, wie z.B. in Nordrhein-Westfalen oder Sachsen, sodass sich eine Anschaffung doppelt lohnt.

Damit kommen wir noch zu einem wichtigen Punkt: Damit du deine erzeugte Energie vom Dach auch optimal nutzen kannst, solltest du dir zusammen mit der Photovoltaikanlage auch einen Stromspeicher anschaffen. Von SENEC gibt es den in vier verschiedenen Größen individuell auf deinen Verbrauch und deine erzeugte Strommenge abgestimmt. Damit legst du nicht nur den Grundstein für deine Förderung, sondern auch Richtung kompletter Autarkie.

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Linda Komarow
ÜBER DEN AUTHOR

Linda Komarow

„Schreiben ist eine köstliche Sache, nicht mehr länger man selbst zu sein, sich aber in einem Universum zu bewegen, das man selbst erschaffen hat.“ Das ist das faszinierende für mich. Schon früh konnte ich mich dafür begeistern in eine andere Welt einzutauchen und nach meinem Studium der Germanistik kann ich das nun bei SENEC ausleben.