Fröhliches Paar unter Wolkenhimmel

SENEC Stromtarife

Sie sind bereits Kund*in mit einem SENEC Stromtarif  und haben Fragen zu Ihrem Produkt? Antworten finden Sie in unseren FAQ oder schreiben Sie uns über unser Kontaktformular.

Zusammenspiel von HEMS, intelligentem Messsystem (iMSys) und dynamischen Stromtarifen

Ein Home Energy Management System (HEMS) in Verbindung mit einem intelligenten Messsystem (iMSys) ermöglicht es Betreibern bestehender Photovoltaikanlagen, flexible Verbraucher wie Wallboxen, Wärmepumpen oder Stromspeicher kostenoptimiert zu betreiben.

  • Funktionsweise eines HEMS: Ein Energiemanagementsystem steuert Lade- und Verbrauchszeiten automatisiert auf Basis von Preissignalen, Ertragsprognosen der PV-Anlage und vorgegebenen Nutzungsparametern. Insbesondere in ertragsarmen Zeiträumen kann der Strombezug aus dem Netz gezielt in Phasen mit niedrigen Börsenstrompreisen verlegt werden.
  • Funktion des intelligenten Messsystems (iMSys): Voraussetzung für die verbrauchsgenaue Abrechnung dynamischer Stromtarife im Stundentakt ist ein iMSys (Smart Meter mit Smart-Meter-Gateway). Es erfasst die Zeitintervalle des Verbrauchs und übermittelt diese an den zuständigen Messstellenbetreiber.
  • Abrechnung ohne iMSys: Bei konventionellen Zählern erfolgt die Abrechnung dynamischer Tarife in der Regel auf Basis von Standardlastprofilen oder Monatsdurchschnittspreisen. Eine zeitgenaue finanzielle Optimierung durch Verbrauchsverlagerung ist in diesem Fall technisch nicht möglich.
Frau mit Tasse und Lampe

Direktvermarktung

Wenn Ihre Solaranlage mehr Strom produziert, als Sie selbst verbrauchen, wird der Überschuss ins Netz eingespeist – und Sie bekommen dafür eine Vergütung. In der Regel erfolgt dies über die klassische EEG-Einspeisevergütung, bei der der Netzbetreiber einen gesetzlich festgelegten Preis für Ihren eingespeisten Strom über 20 Jahre zahlt. Die Vergütungshöhe und -dauer richten sich hier aber nach Inbetriebnahme, Anlagenart, Leistung und aktueller EEG-Regelung.

Eine weitere Option ist die Direktvermarktung: Dabei übernimmt kein Netzbetreiber, sondern ein spezialisierter Direktvermarkter den Verkauf Ihres Stroms am Energiemarkt.

Was bedeutet das für Sie? Aktuell kann sich die Direktvermarktung für größere Anlagen über 100kWp lohnen, da die Verwaltungs- und Vermarktungskosten für kleinere Anlagen noch vergleichsweise hoch sind. Ob eine Direktvermarktung wirtschaftlich ist, hängt aber von Anlagengröße, Erlösen, Kosten und gesetzlichen Pflichten ab und muss im Einzelfall geprüft werden.

Bundestag_EEG

EEG27

Was soll sich mit dem EEG 2027 ändern?

Das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) muss zum 1. Januar 2027 grundlegend erneuert werden – denn die aktuelle beihilferechtliche Genehmigung der EU-Kommission für das bestehende EEG läuft Ende 2026 aus. Dieser Entwurf ist noch nicht beschlossen und wird derzeit intensiv diskutiert – die endgültige Ausgestaltung kann sich noch ändern.

Was plant der Entwurf konkret?

Die größte Neuerung betrifft die klassische feste Einspeisevergütung: Sie soll als Veräußerungsform für Neuanlagen vollständig abgeschafft werden. Damit wird die Direktvermarktung für alle Neuanlagen ab dem 1. Januar 2027 verpflichtend – bisher galt diese Pflicht erst ab 100 kWp.

Mehr zum Thema "Was regelt der Gesetzgeber?" können Sie in unserem Magazinartikel nachlesen.

Tariffa omnicomprensiva fotovoltaico

§14a EnWG

Was sind reduzierte Netzentgelte nach § 14a EnWG?

Wenn du Strom aus dem Netz beziehst, zahlst du neben dem eigentlichen Strompreis auch Netzentgelte – eine Art Transportgebühr für die Nutzung des Stromnetzes. Der § 14a des Energiewirtschaftsgesetzes (EnWG) gibt dir die Möglichkeit, auf diese Netzentgelte einen dauerhaften Rabatt zu erhalten – als Gegenleistung dafür, dass deine Geräte in Ausnahmesituationen vom Netzbetreiber kurzzeitig gedrosselt werden dürfen.

Steuerbare Verbrauchseinrichtungen bspw. private Ladepunkte für Elektroautos (Wallboxen), Wärmepumpen, fest installierte Klimaanlagen sowie Stromspeicher. Für Anlagen, die ab dem 1. Januar 2024 in Betrieb genommen wurden, ist die Teilnahme verpflichtend. Ältere Bestandsanlagen können freiwillig angemeldet werden und profitieren ebenfalls von der Förderung.

Ein Mann hat ein Handy in der Hand, auf dem Börsenlinien zu sehen sind.

MiSpeL

Was ist Arbitragehandel nach MiSpeL?

Strom ist nicht immer gleich teuer: Wenn viel Sonne und Wind Energie ins Netz einspeisen, fallen die Börsenpreise – manchmal sogar ins Negative. Arbitragehandel bedeutet, diese Preisunterschiede gezielt zu nutzen: Strom günstig einspeichern, teuer wieder abgeben.

Damit das für Privatpersonen mit Solaranlage und Heimspeicher möglich wird, hat die Bundesnetzagentur das Regelwerk MiSpeL – kurz für „Marktintegration von Speichern und Ladepunkten" – entwickelt.

Warum brauchte es MiSpeL überhaupt?

Bisher galt eine strikte Alles-oder-nichts-Regel: Nur wenn ein Speicher ausschließlich mit erneuerbarem Strom geladen wurde, konnte die daraus resultierende Netzeinspeisung eine EEG-Förderung erhalten. Sobald auch Netzstrom eingespeichert wurde, entfiel die Förderfähigkeit vollständig. MiSpeL löst dieses Problem: Künftig können Speicher gleichzeitig EE-Strom und Netzstrom aufnehmen, ohne dass die EEG-Förderung für den erneuerbaren Anteil verloren geht.

sharing energy

Energy Sharing

Ab dem 1. Juni 2026 können Anlagenbetreiber über Ihre zuständigen Netzbetreiber sogenannte Energy Sharing Communities gründen und auf diese Wiese überschüssigen Strom direkt bspw. an Ihre Nachbarn verkaufen.

Wie funktioniert eine Energy Sharing Community (ESC)?

Eine Energy Sharing Community ermöglicht die gemeinschaftliche Nutzung von überschüssigen Solarstrom über Grundstücksgrenzen hinweg – zunächst innerhalb eines gemeinsamen Netzgebiets. Dazu wird in der ESC zwischen dem Anlagenbetreiber und den Stromnutzern ein Vertrag geschlossen. Jede teilnehmende Person bleibt Kundin oder Kunde eines Stromversorgers, der den Restbedarf deckt Das bedeutet: Energy Sharing ersetzt keine vollständige Stromversorgung, sondern ergänzt sie – immer dann, wenn die Anlage gerade Strom produziert.

Mehr zum Thema Energy Sharing kannst du in unserem Magazin nachlesen.

Zwei Hände zählen Geldscheine und legen sie in eine Hand einer anderen Person.

THG-Quote

Die Treibhausgasminderungsquote (THG-Quote) ist ein Instrument der Bundesregierung, um den Ausstoß klimaschädlicher Gase zu reduzieren. Sie verpflichtet Mineralölunternehmen, jedes Jahr eine bestimmte Menge an CO₂ einzusparen. Erreicht ein Unternehmen seine THG-Quote nicht, kann es sogenannte „Verschmutzungsrechte“ in Form von THG-Zertifikaten hinzukaufen – etwa von Unternehmen oder Privatpersonen, die die ihnen erlaubte CO₂-Emission unterschreiten.

Seit dem 1. Januar 2022 qualifizieren sich auch E-Autos für THG-Zertifikate, da sie deutlich weniger CO₂ ausstoßen als Autos mit Verbrennungsmotor. Das heißt, als E-Auto-Fahrer*in stehen Ihnen THG-Zertifikate zu, mit deren Verkauf Sie jedes Jahr Geld verdienen können.

Mehr zum Thema THG-Quote kannst du hier nachlesen.