Illustration des Heim-Energiemanagementsystems SENEC.PowerPilot

Glossar SENEC.PowerPilot

Visualisierung & Auswertung 

Die Visualisierung zeigt Ihnen in Echtzeit, wie viel Strom Ihre Anlage gerade erzeugt, wie viel Sie verbrauchen, wie viel Sie aus dem Netz beziehen und wohin der Strom in Ihrem Zuhause fließt. Für die eingebundenen Geräte sehen Sie zusätzliche Kennzahlen. Über monatliche und jährliche Auswertungen erkennen Sie, wie sich Verbrauch und Produktion im Zeitverlauf entwickeln, und können beide miteinander vergleichen.

Verbrauch

Der Verbrauch zeigt, wie viel Strom Ihr Haushalt insgesamt nutzt, auf Wunsch auch aufgeschlüsselt nach einzelnen eingebundenen Geräten. Das System erfasst die Werte laufend und unterscheidet, woher der Strom stammt: aus Ihrer eigenen Anlage, dem Speicher oder dem Netz. So sehen Sie, welche Geräte am meisten verbrauchen und wie gut Ihr Solarstrom den Bedarf deckt.  

Autarkiegrad

Der Autarkiegrad zeigt, welchen Anteil Ihres Stromverbrauchs Sie mit selbst erzeugtem Solarstrom decken. Liegt er bei 70 Prozent, stammen sieben von zehn verbrauchten Kilowattstunden aus Ihrer eigenen Anlage, der Rest aus dem Netz. Den Autarkiegrad können Sie für den ganzen Haushalt oder einzelne Geräte auswerten und so erkennen, wo noch Potenzial besteht, mehr eigenen Solarstrom statt Netzstrom zu nutzen.

Lademodus (Plural: Lademodi) 

Ein Lademodus bestimmt, auf welche Weise ein ladbares Gerät wie Ihre Wallbox oder Ihr Speicher geladen wird. Den passenden Modus können Sie für jedes Gerät einzeln festlegen. Je nach Auswahl nutzt das System zum Beispiel ausschließlich überschüssigen Solarstrom, lädt durchgängig oder richtet das Laden nach besonders günstigen Zeiten für Netzstrom (Dynamische Tarife) aus. So passen Sie das Laden an Ihr Ziel an, etwa möglichst viel eigenen Solarstrom zu nutzen oder die Kosten gering zu halten. 

Betriebsmodus

Ein Betriebsmodus legt fest, wann und wie ein steuerbares Gerät Strom nutzt. Für jedes Gerät stellen Sie den passenden Modus ein, zum Beispiel nur bei Solarüberschuss, durchgängig, oder zu günstigen Tarifzeiten. Bei ladbaren Geräten wie Wallbox und Speicher heißen diese Modi Lademodi, da man aber z.B. Wärmepumpen nicht „lädt“ spricht man an dieser Stelle von Betriebs- statt Lademodus.

Lademodi für die Wallbox

Für das Laden Ihres Elektroautos stehen mehrere Modi zur Wahl: 

  • Immer Laden:  lädt mit voller Leistung 
  • Nur Solar : nur mit überschüssigem Solarstrom  
  • Nie Laden:  pausiert das Laden 
  • Solar und Tarifoptimiert : kombiniert Solarüberschuss mit günstigen Tarifzeiten  
  • Minimal und Solar:  lädt mit geringer Grundleistung plus Überschuss  
  • Konstanter Ladestrom: hält den Ladestrom gleich 
  • SoC-Ladeziel Sie legen fest, welchen Ladezustand Ihr Fahrzeug bis zu einem bestimmten Zeitpunkt erreichen soll. 

Lademodi für die Wallbox

Für das Laden Ihres Elektroautos stehen mehrere Modi zur Wahl: 

  • Immer Laden:  lädt mit voller Leistung 
  • Nur Solar : nur mit überschüssigem Solarstrom  
  • Nie Laden:  pausiert das Laden 
  • Solar und Tarifoptimiert : kombiniert Solarüberschuss mit günstigen Tarifzeiten  
  • Minimal und Solar:  lädt mit geringer Grundleistung plus Überschuss  
  • Konstanter Ladestrom: hält den Ladestrom gleich 
  • SoC-Ladeziel Sie legen fest, welchen Ladezustand Ihr Fahrzeug bis zu einem bestimmten Zeitpunkt erreichen soll. 

Lademodi für den Stromspeicher

Auch für Ihren Stromspeicher stehen verschiedene Modi zur Verfügung: 

  • Standardbetrieb: der Speicher speichert überschüssigen Solarstrom und gibt die Energie wieder ab, sobald Ihr Haushalt mehr verbraucht, als die Anlage liefert 
  • Eco: begrenzt das Laden am Vormittag, damit zur Mittagsspitze noch Kapazität frei ist, was zugleich das Netz entlastet 
  • Manual: lässt Sie Lade- und Entladeleistung selbst vorgeben 
  • Tarifoptimiert: lädt gezielt in Stunden mit niedrigem Börsenpreis 
  • Peak-Shaving: Steuert PV-Einspeisung und Speicherladung strategisch um PV-Abregelung zu vermeiden 
  • KI-Lademodus: regelt den Speicher vorausschauend 

KI-Lademodus (MPC)

Der KI-Lademodus steuert Ihren Stromspeicher vorausschauend: Statt nur auf den Moment zu reagieren, plant er Laden und Entladen im Voraus, unter anderem auf Basis der erwarteten Solarproduktion. Dazu gehören auch das gezielte Nachladen aus dem Netz, etwa wenn Strom besonders günstig ist, und das geplante Einspeisen. MPC steht für „Model Predictive Control“, auf Deutsch vorausschauende Regelung. 

Peak-Shaving

PV-Anlagen können in ihrer maximalen Einspeiseleistung durch gesetzliche Vorgaben begrenzt sein. Im Modus Peak-Shaving steuert das System ihre Speicherladung und Einspeisung strategisch, um eine Abregelung der PV-Anlage zu vermeiden. 

Geräte-Priorisierung

Mit der Geräte-Priorisierung legen Sie fest, in welcher Reihenfolge überschüssiger Solarstrom auf Ihre eingebundenen Geräte verteilt wird. Steht mehr Strom zur Verfügung, als gerade verbraucht wird, bedient das System zuerst die Geräte mit der höchsten Priorität. So entscheiden Sie selbst, ob etwa Ihr E-Auto, die Wärmepumpe oder der Speicher zuerst von Ihrem Solarstrom profitiert. 

Energieassistent

Der Energieassistent wertet die Daten Ihrer Anlage aus und gibt Ihnen konkrete Hinweise: regelmäßige Energieberichte, Vorschläge, mit denen Sie mehr Ihres Solarstroms selbst nutzen, sowie Warnungen, wenn ein Gerät ungewöhnlich viel Strom verbraucht. So behalten Sie den Überblick, ohne die Zahlen selbst auswerten zu müssen. 

Solarstromprognose

Die Solarprognose schätzt im Voraus, wie viel Strom Ihre Anlage in den nächsten 3 Tagen voraussichtlich erzeugen wird. Grundlage sind unter anderem Wetterdaten wie die erwartete Sonneneinstrahlung. Das System nutzt diese Vorschau, um Ihre Geräte und Ihren Speicher vorausschauend zu steuern und so mehr Ihres Solarstroms selbst zu nutzen.

Ladezustand (SoC)

Der Ladezustand (englisch State of Charge, kurz SoC) gibt in Prozent an, wie weit eine Batterie geladen ist. 100 Prozent bedeutet voll geladen. Der Wert gilt für Ihren Heimspeicher ebenso wie für die Batterie eines eingebundenen Elektrofahrzeugs. 

Integration von Fahrzeuginformationen

Bei der Integration von Fahrzeuginformationen verbindet sich das System mit Ihrem Elektrofahrzeug und liest dessen Daten aus, allen voran den Ladezustand (SoC) der Batterie. So sehen Sie in der App jederzeit den aktuellen Ladezustand Ihres Fahrzeugs, und das Laden lässt sich gezielt darauf ausrichten, etwa um einen gewünschten Ladezustand bis zu einer bestimmten Uhrzeit zu erreichen. 

Bidirektionales Laden

Beim bidirektionalen Laden fließt Strom in beide Richtungen: Ihr Elektrofahrzeug wird nicht nur geladen, sondern kann die gespeicherte Energie auch in das Haus abgeben. Die Fahrzeugbatterie wird damit zum zusätzlichen Speicher, der zum Beispiel günstigen Solarstrom lädt und abends Ihren Haushalt versorgt. Dabei legen Sie fest, bis zu welchem Ladezustand das Auto Energie abgeben darf. Voraussetzung sind ein Fahrzeug und eine Wallbox, die diese Technik unterstützen.

Ladesysteme

Ein Ladesystem besteht aus mehreren zusammengehörigen Ladepunkten, die als Einheit verwaltet werden, zum Beispiel bei mehreren Stellplätzen oder im Mehrfamilienhaus. Das System bindet solche Lösungen ein und sorgt dafür, dass sich alle Ladepunkte die verfügbare Leistung teilen, ohne Ihren Hausanschluss zu überlasten. 

Lastmanagement (Blackout-Schutz) 

Das Lastmanagement überwacht laufend, wie stark Ihr Hausanschluss belastet ist, und drosselt bei Bedarf flexible Verbraucher, in der Regel das Laden des Elektroautos. Laufen etwa Wärmepumpe und Herd gleichzeitig, senkt das System die Ladeleistung vorübergehend und hebt sie danach automatisch wieder an. So bleibt Ihre Hauptsicherung geschützt, was Ihnen oft eine teure Verstärkung des Hausanschlusses erspart. 

Steuerung von Wärmepumpen

Direkt angebundene Wärmepumpen zeigt das System mit ihren Betriebsdaten in der App an, so z.B. Temperaturen, aktuelle Leistung, Status und Tagesenergieverbrauch. Darüber hinaus wird die Wärmepumpe vom SENEC.PowerPilot aktiv gesteuert, dazu gibt es verschiedene Betriebsmodi. 

  • Solaroptimiert: hebt den Sollwert bei Solarüberschuss an und heizt Haus oder Warmwasser gezielt vor 
  • Solar- und Tarifoptimiert: berücksichtigt zusätzlich günstige und teure Tarifstunden 
  • Überhitzung und Reduktion: Sie verschieben den Sollwert von Hand 
  • Keine Kontrolle: die Wärmepumpe arbeitet nach ihren eigenen Einstellungen. 

Diese direkte Anbindung geht deutlich über die einfache SG-Ready-Schnittstelle hinaus.

Steuerung von Heizstäben 

Ein Heizstab erwärmt Ihr Wasser direkt mit Strom und eignet sich besonders, um überschüssigen Solarstrom als Wärme zu speichern. Direkt angebundene Heizstäbe steuern Sie über mehrere Modi. 

  • Solaroptimiert: betreibt den Heizstab leistungsgeregelt mit Solarüberschuss 
  • Solar- und Tarifoptimiert: zusätzlich in günstigen Tarifzeiten 
  • Ein und Aus: Sie schalten manuell von Hand, wobei bei Aus die Temperatur automatisch gehalten wird 
  • Öko: arbeitet mit reduzierter Leistung 
  • Keine Kontrolle: das Gerät nach den eigenen Einstellungen

SG-Ready 

SG-Ready steht für „Smart Grid“-Ready und ist eine standardisierte Schnittstelle, über die Ihre Wärmepumpe einfache Steuersignale empfangen kann. Darüber lassen sich die Geräte zum Beispiel gezielt einschalten, wenn gerade viel Solarstrom zur Verfügung steht. So heizen Sie bevorzugt mit Ihrem eigenen Strom, statt ihn ins Netz einzuspeisen.

EEBUS 

EEBUS ist ein einheitlicher Kommunikationsstandard, über den Energiegeräte verschiedener Hersteller miteinander Daten austauschen und gesteuert werden können. Dadurch lassen sich zum Beispiel intelligente Messsysteme oder Wärmepumpen unabhängig von der Marke in ein gemeinsames System einbinden. Für Sie bedeutet das mehr Freiheit bei der Auswahl Ihrer Geräte. 

Netzdienlichkeit (§ 14a EnWG)

Netzdienlichkeit bedeutet, dass Ihr Netzbetreiber steuerbare Geräte wie Stromspeicher, Wärmepumpe oder Wallbox bei einer drohenden Überlastung des Stromnetzes kurzzeitig in der Leistung, die sie aus dem Netz beziehen, drosseln darf. Das ist gesetzlich geregelt, zeitlich eng begrenzt und im Alltag in der Regel kaum spürbar. Im Gegenzug profitieren Sie von reduzierten Netzentgelten, also geringeren Kosten für die Nutzung des Stromnetzes. Die dafür nötigen Steuersignale Ihres Netzbetreibers empfängt das System automatisch und setzt sie um, ohne dass Sie etwas tun müssen. 

Variable Netzentgelte (§ 14a EnWG, Modul 3) 

Variable Netzentgelte sind ein Preismodell Ihres Netzbetreibers, bei dem die Gebühr für die Nutzung des Stromnetzes je nach Tageszeit unterschiedlich hoch ist. Sie können diese Zeitfenster beim Netzbetreiber erfragen und via App für Ihre Anlage hinterlegen. Das System kennt dann die optimalen Zeiten und verschiebt flexiblen Verbrauch, etwa das Laden von Auto oder Speicher, bevorzugt in die günstigen Stunden. So sparen Sie zusätzlich zum reinen Strompreis auch bei den Netzentgelten. 

RSE-Signale

RSE steht für Rundsteuerempfänger, ein kleines Empfangsgerät, über das Ihr Netzbetreiber bei drohender Überlastung des Stromnetzes große Verbraucher wie Wärmepumpe oder Wallboxen vorübergehend abschalten kann, den sogenannten Lastabwurf. Über dasselbe Signal kann der Netzbetreiber auch die Einspeisung Ihrer PV-Anlage begrenzen, wie es § 9 EEG für größere Anlagen vorsieht. Das System setzt dieses Signal stufenweise um, indem es die Leistung zunächst herunterregelt, statt hart abzuschalten, und nach Ende der Sperre läuft alles automatisch weiter. Je nach Vorgabe des Netzbetreibers bleibt dabei sogar ein Laden mit kleiner Leistung möglich. 

Dynamische Stromtarife 

Bei einem dynamischen Stromtarif ändert sich der Strompreis viertelstündlich und richtet sich nach den aktuellen Preisen an der europäischen Strombörse EPEX Spot.. Das System kann Ihren Verbrauch gezielt in diese günstigen Stunden verschieben, etwa das Laden Ihres E-Autos. SENEC.Dynamic ist der dynamische Stromtarif von SENEC. 

Smart Plugs & Relais 

Ein Smart Plug ist ein schaltbarer Zwischenstecker, ein Relais die fest installierte Variante davon. Damit bindet das System einfache Geräte ohne eigene Schnittstelle ein, etwa eine Waschmaschine oder ein E-Bike-Ladegerät, und misst ihren Verbrauch. Zur Wahl stehen 

  • Solaroptimiert : schaltet bei ausreichendem Solarüberschuss 
  • Solar- und Tarifoptimiert: zusätzlich in günstigen Tarifzeiten 
  • Ein und Aus: Sie schalten manuell von Hand 
  • Keine Kontrolle: nur der Verbrauch wird erfasst 

Misst der Smart Plug auch die Temperatur, schaltet das System das Gerät bei einer gewählten Höchsttemperatur ab.

Cloud-API 

Die Cloud-API ist eine Schnittstelle, über die Sie anderen Programmen Zugriff auf die Daten Ihres Energiesystems geben können. So lassen sich zum Beispiel eigene Auswertungen erstellen oder Smart-Home-Anwendungen anbinden. Für die tägliche Nutzung von App und Webportal brauchen Sie die Schnittstelle nicht, sie richtet sich an technisch versierte Nutzer. 

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