Der SENEC.PowerPilot ist ein Heim-Energiemanagementsystem (HEMS), das optimal mit einer Photovoltaikanlage und einem SENEC-Speicher der vierten Generation (z. B. SENEC.Home P4 oder E4) arbeitet. Für die Nutzung aller Funktionen sind folgende Voraussetzungen wichtig:
Eine PV-Anlage für die Eigenverbrauchsoptimierung.
Ein kompatibler SENEC-Speicher (SENEC.Home E4 oder SENEC.Home P4).
Internetverbindung und die SENEC.App zur Steuerung.
Bei Interesse an der Nutzung von dynamische Stromtarifen: ein intelligentes Messsystem (Smart Meter).
Die Installation des PowerPilot erfolgt in der Regel zusammen mit dem SENEC-Speicher und anderen zu integrierenden Geräte (z.B. Wallbox, Wärmepumpe etc.). Dabei macht die Installation des PowerPilot im Gesamtkontext nur einen ganz kleinen Teil aus.
Ja, wenn Ihre bestehende Anlage kompatibel ist. PowerPilot ist in SENEC-Speichern integriert und kann PV-Anlagen, Wallboxen und Wärmepumpen steuern. Voraussetzung ist, dass die Geräte über die entsprechenden Schnittstellen verfügen. Fremdsysteme sind nur eingeschränkt integrierbar – die volle Funktionalität gibt es mit SENEC-Komponenten.
Ja, grundsätzlich ist das für die Zukunft angedacht heute aber so nicht verfügbar. Der PowerPilot soll in Zukunft dann auch ohne PV-Anlage genutzt werden können, um z. B. dynamische Stromtarife zu steuern und günstige Netzstromzeiten auszunutzen. Allerdings entfaltet das System seinen größten Nutzen stets in Kombination mit einer PV-Anlage.
Lademodi & Funktionsweise
Das prognosebasierte Laden nutzt selbstlernende Algorithmen, um den Batteriespeicher basierend auf Verbrauchs- und Erzeugungsmustern intelligent zu laden – entweder solar- oder preisoptimiert.
Es gibt zwei Modi: Solaroptimiert: Maximiert die Nutzung von PV-Strom und vermeidet PV-Abregelung. Preisoptimiert: Bezieht Strom aus Netz anhand dynamischer Stromtarife genau dann wann er günstig ist.
Der Wechsel erfolgt manuell über die App. Nutzer können jederzeit zwischen den Modi umschalten.
Sagen die Prognosen für den Tag einen PV-Überschuss voraus, wird die Batterie vormittags gedrosselt geladen, um Platz für PV-Strom unter Mittag zu lassen umso die Netzeinspeisung zu unvergüteten Zeiten sowie eine PV-Abregelung zu vermeiden.
Sagen die Prognosen für den Tag einen PV-Mangel voraus, wird die Batterie nachts gezielt mit günstigem Netzstrom geladen, um den Tagesverbrauch zu decken.
Die SENEC.Cloud ist ein virtuelles Stromkonto: Überschüsse werden eingespeist und als Guthaben verrechnet. PowerPilot hingegen optimiert den Eigenverbrauch, um Netzstromkosten zu senken. Beide Konzepte ergänzen sich: Erst wird der Eigenverbrauch maximiert, dann gehen Überschüsse in die Cloud.
Freischaltung & Garantie
Ein dynamischer Stromtarif muss in der SENEC.App hinterlegt sein. Zudem ist eine einmalige Freischaltung erforderlich.
Kunden mit Inbetriebnahme vor dem 10. Januar 2026 müssen neuen Garantiebedingungen, einer Widerrufsbelehrung und einem Haftungsausschluss zustimmen.
Die Garantie wird zusätzlich an einen maximalen Energiedurchsatz gekoppelt, da auch Netzstrom zum Laden genutzt wird.
Aktuell ist das Feature Prognosebasiertes Laden - preisoptimiert als kostenloses Beta-Version verfügbar. Eine spätere Monetarisierung wird aktuell noch geprüft.
Technische Informationen
In der Regel ein- bis zweimal pro Nacht, abhängig von der Differenz zwischen prognostiziertem Verbrauch und PV-Ertrag.
Die Wallbox hat Priorität. Wenn das E-Auto mit weniger als 22 kW lädt, wird die restliche Leistung für die Batterie genutzt.
Wird der dynamische Tarif aus der SENEC.App entfernt, fällt das System automatisch auf den Modus "Solaroptimiert" zurück.
Die Begrenzung auf 80 % SoC stellt sicher, dass am Morgen noch ausreichend Speicherplatz für überschüssigen PV-Strom vorhanden ist. So kann wertvoller, selbst erzeugter Solarstrom aufgenommen und eine Einspeisung ins Netz vermieden werden – besonders wichtig in den Wintermonaten mit geringem PV-Ertrag.
In der App werden Strompreise auf ganze Cent gerundet dargestellt. Der PowerPilot hingegen arbeitet mit exakten Dezimalwerten. Auch wenn mehrere Stunden preislich gleich erscheinen, gibt es minimale Unterschiede, die zur Auswahl der tatsächlich günstigsten Stunde führen. Die Entscheidung ist also nicht zufällig, sondern präzise berechnet.
Dafür kann es mehrere Gründe geben: PV-Prognose über dem Verbrauch: Wenn die Prognose einen höheren PV-Ertrag als den erwarteten Stromverbrauch anzeigt, ist eine Nachladung aus dem Netz nicht notwendig. Wallbox hatte Vorrang: Falls die SENEC Premium Wallbox während der zwei günstigsten Nachtstunden mit voller Leistung (22 kW) geladen hat, wurde die gesamte verfügbare Ladeleistung genutzt. Da das E-Auto Vorrang hat, konnte die Batterie in dieser Zeit nicht geladen werden. Fehlende Prognosedaten: Bei einem technischen Problem, das die Berechnung der Tagesprognose verhindert, kann das System keine fundierte Entscheidung treffen. In diesem Fall wird vorsorglich auf eine ggf. unnötige Ladung der Batterie aus dem Netz verzichtet.
Wenn z. B. im Rahmen der dynamischen Einspeisebegrenzung (§9 EEG) eine externe Begrenzung der PV-Einspeiseleistung aktiviert wird und dadurch eine Abregelung der PV-Anlage droht, hebt das System die Ladebegrenzung des solaroptimierten Modus automatisch auf. So wird die überschüssige Solarenergie vollständig zur Batterieladung genutzt und eine Abregelung vermieden.
Regulatorik & Compliance
§14a EnWG verpflichtet seit 2024, steuerbare Verbrauchseinrichtungen wie Speicher und Wallboxen netzdienlich steuerbar zu machen. SENEC.PowerPilot erfüllt diese Anforderungen: Geräte können bei Netzengpässen gedrosselt werden, ohne komplett abzuschalten. Vorteil: reduzierte Netzentgelte führen zu reduzierten Stromkosten.
Datenschutz
SENEC verarbeitet Daten gemäß DSGVO. Die Daten (z. B. Energieflüsse, Verbrauchsprofile) werden auf sicheren Servern in Deutschland gespeichert. Zugriff erfolgt über die SENEC.App. Daten werden für die Dauer der Vertragsbeziehung und zur Erfüllung gesetzlicher Pflichten gespeichert; Details finden sich in den SENEC-Datenschutzhinweisen.